Gartengestaltung – vom Garten anlegen bis zur Ernte

Menschen älterer Jahrgänge können sicherlich noch schöne Erinnerungen aus ihrer Jugend und Kindheit wachrufen, bei denen Bilder mit prächtig gedeihenden Gartenpflanzen, einem wohlriechenden Gemüsegarten, Beerensträuchern und üppig blühenden Obstbäumen den Außenbereich von Wohnhäusern bestimmt haben. Nicht nur, dass mit dem Verschwinden vieler solch attraktiver Gartenanlagen inzwischen ein wichtiges Stück Lebensqualität fehlt, sondern mit diesem Verlust geht auch ein Stück weit die Inspiration und Weitergabe von interessanten und nachahmenswerten Gartenideen verloren. Anstatt die mit einem hohem Freizeitwert und für die Gesundheit so zuträgliche Gartenarbeit weiter zu pflegen, wird wenig nutzbringendes Engagement in hektische, oder auch zu passive Freizeitgestaltung bevorzugt.

Mittlerweile breitet sich auch die berechtigte Sorge aus, dass wegen der stetigen Entwicklung in Richtung Monokulturen gar wichtige Insektenarten, wie beispielsweise die Honigbienen, vom Aussterben bedroht sind. Damit würde gleichsam das wichtigste Glied in der Kette vom Fortpflanzungsmechanismus verloren gehen. Es ist diesbezüglich geradezu paradox, dass sich gegenwärtig die wichtigsten Nahrungsquellen der Bienen in Großstädten befinden, wo Biene Maja und Co noch die erforderliche Nahrungsvielfalt vorfinden, die für ihr eigenes Überleben unabdingbare Voraussetzung ist. Um einen Bauerngarten in althergebrachten Stil zu bewundern und auf diese Weise realisierbare Gartenideen zu erhalten, muss oft ein weiter Weg in ländliche Gegenden in Kauf genommen werden.

Obstbaum im Frühjahr
Der blühene Apfelbaum – Lebensraum für viele wertvolle Insekten
Foto: © bauen-und-gestalten.de

Gartenpflanzen und ihr unschätzbarer Nutzen

Ein gesunder Obstbaum gibt nicht nur unzähligen Insekten Nahrung und Lebensgrundlage, sondern liefert im Spätsommer und Herbst gesundes Obst, das für die Zubereitung vieler kulinarischer Leckerbissen vorzüglich geeignet ist. Bei den selbst angebauten Lebensmitteln hat man zudem immer die Sicherheit, welche gesunden oder weniger gesunden Hilfsmittel eingesetzt wurden, um sogenannte Schädlinge zu bekämpfen und gute Ernteerfolge zu erzielen. Im Winter sammeln sich gerne die heimischen Singvögel auf den ausladenden Ästen und Zweigen und bringen Leben in die kurzen Tage.

Gartenpflanzen, das Saatgut für den Gemüsegarten und Baumsetzlinge sind Elemente, die bei der Gartengestaltung eine wichtige Rolle spielen. Für diese Zwecke lohnt es sich auf Qualität zu vertrauen. Bevor ein Obstbaum die ersten Früchte trägt vergehen mehrere Jahre. Es ist daher ratsam, Garten-Pflanzen direkt von der Baumschule zu kaufen, um auf der sicheren Seite zu sein. Qualitativ hochwertiges Saatgut wird sich in der Regel auch gut auf Ernteerträge auswirken.

Gartenanlagen wie zu Oma’s Zeiten

Erfolgversprechende Gartenarbeit fordert viel Einsatz. Einen Garten anlegen ist mit körperlichen Anstrengungen verbunden, denen man aber nicht aus dem Weg gehen darf, um aus dem Vorgarten einen Hingucker zu machen.

Lange und intensiv blühene Blumenstauden Foto: © bauen-und-gestalten.de
Lange und intensiv blühene Blumenstauden
Foto: © bauen-und-gestalten.de

Der Umgang mit Spaten, Rechen und Harke ist keine Hexerei und kann jederzeit erlernt werden, auch in fortgeschrittenem Alter. Über die richtige Vorgehensweise und Arbeitsschritte an einem Blumen- und/oder Gemüsebeet gibt es beim Nachbarn, oder im Gartenbaumarkt gute und hilfreiche Ratschläge. Selbst einen Kompost anlegen ist in diesem Zusammenhang auch ein interessantes Thema. Durch die Kompostierung und den dadurch heranreifenden natürlichen Dünger wird auch das Interesse geweckt, mehr über den Wachstumskreislauf von Pflanzen zu lernen.

Die akribische Bearbeitung von Pflanzenbeeten und die Vorbereitungen auf die Wachstumsphase sind vielgestaltig. Viele verschiedene Pflanzen haben auch verschiedene Ansprüche. Manche Gewürzpflanzen benötigen nur wenig Feuchtigkeit, andere müssen in der Abwesenheit von Niederschlägen und je nach Bodenbeschaffenheit täglich gegossen werden. Ähnlich verhält es sich mit der Bodenbeschaffenheit, der Art und Weise von Düngegaben, dem Standort (Sonne, Schatten, Halbschatten), oder der Konsistenz des Bodens. Manche Pflanzen bevorzugen sandige, andere eher humosen Boden. Manche Pflanzen benötigen frisch gedüngten Boden, andere haben nur bescheiden Ansprüche.

Kompostierung für die zweckmäßige Düngung von Gartenerde

In einem richtig angelegten Kompost, der später als Grundlage zur Düngung von Pflanzenbeeten verwendet wird, werden viele Nährstoffe wieder in den Wachstumskreislauf eingebracht, die von den Nutzpflanzen in der vorigen Wachstumsperiode dem Boden entnommen wurden. Auch an dieser Stelle lohnt es sich wieder den Rat vom Fachmann einzuholen, denn oft ist das Wachstum weniger vom Dünger als vom Standort und der richtigen Bodenfeuchtigkeit abhängig. Auch bei der Kompostierung selbst sind gewisse Regeln zu beachten

Andererseits ist eine Wassertonne mit einem gewissen Vorrat an Gießwasser sehr vorteilhaft. Für diese Zweck gibt es in vielen Gartenbaumärkten dafür vorgesehene Regentonnen, in denen sich Regenwasser über einfache Zuleitungen auffangen lässt, die von vorhandenen Regenrinnen abgeleitet werden.

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Ein Gedanke zu „Gartengestaltung – vom Garten anlegen bis zur Ernte

  1. Sehr hilfreiche Tipps auch hier… habt ihr einen guten Artikel, welche Pflanzen man zu welcher Jahreszeit pflanzen sollte? Da bräuchte ich noch etwas Hilfe.

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