Mit Baumfarn mehr Exotik in den Garten bringen

Mit Baumfarn mehr Exotik in den Garten bringen

Der Garten bietet in so manchen Wohnanlagen viel Spielraum für eigene Initiative. Im zeitigen Frühjahr sind schon sehr wichtige Vorbereitungen für das Gartenjahr zu treffen, die den Erfolg der Gartenarbeit in Bezug auf Ertrag und optischer Gestaltung ganz entscheidend beeinflussen. Unter anderem sollten jetzt der Rasen gedüngt, Rosen und Hecken zurückgeschnitten und die ersten Salatpflanzen gesetzt werden, wenn der Standort frostsicher ist. Wenn man über größere Gartenflächen verfügt, dann mögen auch andere Optionen für die Gartengestaltung in den Bereich des Machbaren rücken, wie etwa die Anlage eines Gartenteichs.

Inspirationen zur Gartengestaltung

Neue Ideen und interessante Anregungen für alternative Gartengestaltung findet man unter anderem bei einem Besuch im botanischen Garten wie beispielsweise hier. Ein solcher Ausflug mag die eigenen Vorstellungen um viele schöne Ideen bereichern.

Wer in seinem eigenen Garten eine etwas exotischere Atmosphäre schaffen will, der sollte sich ein wenig mit dem Thema Baumfarne beschäftigen. Sie sind in unseren Breitengraden noch eher selten zu finden, da sie in kälteren Zeiten verdrängt wurden. Die Baumfarne (Cyatheales) sind eine Ordnung der Farne und traten erstmals im Jura, also vor ca. 150 bis 200 Millionen Jahren auf, wobei sich heutzutage immer mehr Hobbygärtner finden, welche diese uralten Farne wiederaufleben lassen. Es gibt eine ganze Reihe an Arten von Baumfarnen und Farnen, wie beispielsweise auf der Seite vom palmenmann.de zu sehen ist, die weniger große Platzansprüche haben und für viele Gartenliebhaber den richtigen Einstieg in die Gartengestaltung mit derart exotischen Pflanzen sein können.

Traditionelles Haus in Hell Bourg, Reunion Bild: © clombumbus - Fotolia.com
Traditionelles Haus in Hell Bourg, Reunion
Bild: © clombumbus – Fotolia.com

Baumfarne und ihre Ansprüche an den Standort

Da Baumfarne sowohl frostempfindlich sind als auch Probleme mit zu trockenen und heißen Standorten haben, bescheren sie dem Gartenfreund eine gewisse Herausforderung in Bezug auf Haltung und Pflege. Aufgrund ihrer Vorlieben für feuchte, halbschattige und mäßig warme Standorte finden sich wildwachsende Kulturen vorzugsweise in subtropischen Gebieten wie es sie etwa in Australien und Neuseeland gibt. Bis auf wenige Arten, können Baumfarne hierzulande nur in tropischen Gewächshäusern sicher überleben. Einige wenige Arten wie die Dicksonia Antarctica vertragen auch geringe Nachtfröste.

Bis auf wenige Gebiete in Europa, wie vielleicht in Südengland, ist ein dauerhafter Standort im Freien auch für die Dicksonia Antarctica nicht sicher, sodass sich der Gartenfreund mit dem Hang zu solch exotischer Gartenkultur möglichst andere Wege suchen muss, um Baumfarne für seinen Garten vorzusehen. Diese Möglichkeit besteht mit solchen Arten, die in Kübeln gepflanzt werden können.

Baumfarne in ihrer natürlichen Umgebung
Baumfarne in ihrer natürlichen Umgebung

Exotische Pflanzen richtig behandeln

Als wesentliches Unterscheidungsmerkmal gegenüber dem herkömmlichen Farn entwickelt der Baumfarn einen Stamm und wird durch sein palmenähnliches Aussehen daher wesentlich interessanter für die Gartenkultur. Baumfarne wie die Sorte Dicksonia Antarctica sind ideal für die Haltung im Kübel geeignet und entwickeln eine Baumkrone mit einem Durchmesser von bis zu 2 Metern. Für die sichere Überwinterung ist jedoch ein Platz im Wintergarten, oder einem entsprechend großen Gewächshaus vorzusehen in dem sichergestellt ist, dass die Nachttemperaturen möglichst nicht unter – 5° C fallen.

Aber auch damit sind noch nicht alle Voraussetzungen an die richtige Haltung und Pflege dieser Art von Farnen erfüllt. Der Nährboden sollte mit Blähton oder Kies durchsetzt sein, um gute Belüftung vom Wurzelwerk sicherzustellen. Ganz wichtig ist auch, Blätter und Stamm dauerhaft feucht zu halten und Austrocknung auf jeden Fall zu vermeiden.

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