Blumen machen das Leben schöner: Der richtige Umgang mit Gartenpflanzen

Blumen machen das Leben schöner: Der richtige Umgang mit Gartenpflanzen

Egal wie trostlos die Umgebung außerhalb der eigenen vier Wände auch sein mag, im Inneren haben wir stets die Möglichkeit, es uns so schön wie möglich zu machen. Für nicht wenige Menschen ist der Blick aus dem Fenster meist geprägt von grauem Beton, dicht gefolgt von grauem Asphalt und einer Vielzahl von Autos, die im geschäftigen Treiben gestresst auf ein Ziel zusteuern, welches sie eigentlich gar nicht kennen. Da kann einem mitunter schon die Laune in den Keller gehen, selbst wenn das Gebäude nicht über einen solchen verfügt. Zimmerpflanzen, allen voran Blumen, wirken dem entgegen und tragen maßgeblich zum Wohlbefinden bei. Und wer einen Garten sein Eigen nennt, kann seine botanischen Bestrebungen ins Freie verlegen.

Ob es sich bei den positiven Gefühlen, die Pflanzen in uns auslösen, um ein evolutionäres Überbleibsel handelt oder sie gewisse Grundbedürfnisse unserer Psyche befriedigen, müssen die Wissenschaftler klären. Wer seinen Garten aber mit Gewächsen verschönern will, sollte unbedingt ein Auge auf Blumenkübel richten. Auf diese Weise können auch nicht winterfeste Pflanzen gepflanzt werden. Im Winter kann der Kübel samt Pflanze im Haus eingelagert werden und ist dann im Frühjahr wieder so schön wie zuvor.

Licht oder Schatten für Gartenpflanzen?

Eine Pflanze ist ein lebender Organismus, sie ist selbstreproduzierend und interagiert mit ihrer Umgebung, sie ist lebendig. Wie bei allem Lebendigen müssen diverse Grundbedürfnisse zufriedengestellt werden, damit sie auch lebendig bleibt.

Die meisten Gewächse, wenn es sich nicht gerade um einen Höhlenpilz handelt, welcher im Übrigen keine Pflanze, sondern eben ein Pilz ist, benötigen eine ausreichende Menge an Licht, aber „viel hilft viel“ gilt hier definitiv nicht. Schattengewächse, Skiadophyten genannt, können unter Umständen nicht in vollem Sonnenlicht gedeihen. Hier gibt es verschiedene Unterscheidungen innerhalb der Schattenpflanzen selbst, welche jedoch ein umfangreiches, eigenes Thema sind.

Vor dem Kauf sollte daher abgeklärt werden, ob die Pflanze lichtempfindlich ist oder eine große Menge an Licht benötigt. Auch sollte geprüft werden, wo, wann und wie lange die Sonne im Garten scheint. Wird eine lichtempfindliche Pflanze zum Beispiel unter dem Schatten spendenden Apfelbaum gepflanzt, sollte die Stelle möglichst den ganzen Tag über schattig sein, damit die Pflanze nicht durch die hohe Sonneneinstrahlung Schaden nimmt.

Garten- und Zimmerpflanzen machen das Leben schöner. Damit sie gut gedeihen, müssen ihre Bedürfnisse angemessen und sorgfältig erfüllt werden. Bild: Jill Wellington/ Pixabay

Das richtige Gefäß kann entscheidend sein

Die Sonneneinstrahlung und der Lichtbedarf der Pflanze beantworten die Frage danach, wo die Pflanze platziert werden soll, aber leider wird nicht immer genug Wert auf das wie gelegt.

Der Junggeselle, der gerade seine erste eigene Wohnung bezogen hat, begnügt sich vielleicht in seinen botanischen Bestrebungen mit einer robusten Kaktee, welche alle paar Wochen mal etwas Wasser bekommt und damit vollkommen zufrieden ist. Dem Kaktus ist es prinzipiell relativ egal, ob er in einer hochwertigen Keramikschüssel, einem alltäglichen Blumentopf oder einem halb ausgewaschenen Joghurtbecher wurzelt.

Pflanzen jedoch, die mehr Wasser benötigen, brauchen das korrekte Gefäß. Denn wenn das Wasser nicht nach unten abfließen kann, staut es sich in dem Topf und beginnt dort zu faulen. Dies wiederum ist schlecht für die im Topf befindliche Pflanze, welche dann womöglich bald das Zeitliche segnet. Bei Zimmerpflanzen kann noch geregelt werden, wie viel Wasser der Pflanze zukommt, unter freiem Himmel im Garten sieht das dann schon ganz anders aus.

Welche Gefäße kommen infrage?

Damit das Wasser sich nicht in der Erde staut und schimmelt, wird oftmals eine kostengünstige Kombination aus einem anspruchslosen und optisch eher abzuweisenden Plastikeimer mit Löchern und einem prachtvollen, äußeren Topf ohne Löcher gewählt. Auch Untersetzer, welche das abfließende Wasser auffangen, werden gerne verwendet. Dann wird natürlich auf das unansehnliche Plastik verzichtet. Es kommen dann stattdessen zum Beispiel Blumentöpfe aus Ton infrage, die in aller Regel ebenfalls Löcher für den Abfluss haben.

Eine weitere Möglichkeit sind eckige Blumenkübel für drinnen und draußen. Die Modelle von Pflanzwerk bestehen aus einem Fiberglas-Steingemisch und verfügen ebenfalls über Löcher für den Abfluss des Wassers. Ein großer Vorteil der Fieberglas Blumenkübel ist die Robustheit des Materials. Es lässt sich, verglichen mit manch anderen Materialien, leicht reinigen und macht aufgrund seiner Widerstandfähigkeit im Garten, aber zum Beispiel auch auf dem Balkon, eine gute Figur.

Ein alter, traditioneller Topf aus Holz sieht zwar gut aus, doch das Holz, sofern es nicht stabilisiert wurde, wird irgendwann Wasser ziehen und zu modern beginnen. Auch die unterschiedlichen Ausdehnungen bei nassem Holz ein Problem dar, welches durch Fieberglas Blumenkübel umgangen wird. Billige Plastiktöpfe hingegen werden mit der Zeit aufgrund der Witterungsbedingungen so brüchig, dass diese beim Transport gerne mal in sich zusammenfallen.

Drainageschicht für einen optimalen Wasserabfluss

Bei allen Gefäß-Varianten ist vom Anwender darauf zu achten, dass das Wasser wirklich abfließen kann. Mit der Zeit können sich die Löcher verstopfen, da mit dem abfließenden Wasser auch kleine Feststoffe mitgespült werden. Sammeln sich diese in den Löchern, kann sich das Abfließverhalten verschlechtern und das Wasser staut sich doch im Topf.

Daher sollte eine Drainageschicht installiert werden. Das klingt komplizierter als es ist, es geht im Grunde nur darum, das Anstauen von Erde und Festkörpern in den Löchern zu verhindern. Hierzu wird zuerst ein Drainagegitter in den Topf gelegt. Als nächstes wird ein Mineral-Granulat oder Ähnliches aufgeschichtet und mit einem Vliestuch abgedeckt, damit keine Erde seinen Weg bis zu den Abwasserlöchern findet. Ab hier geht es jetzt ganz gewöhnlich weiter mit der Blumenerde und der Pflanze.

Und abschließend noch eine wichtige, und doch nicht immer berücksichtigte Voraussetzung für glückliche und glücklich machende Gartenblumen: Der Topf muss groß genug sein, andernfalls kann die Pflanze nicht optimal gedeihen.

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Beitragsbild: congerdesign/ Pixabay

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