Bodenplatte betonieren: Anleitung zum Selbermachen

Mit den folgenden Tipps und Tricks sollte es gelingen, einen tragfähigen und dauerhaft stabilen Betonboden zu fertigen.

Eine solide Bodenplatte aus Beton ist im wahrsten Sinne des Wortes die Grundlage für ein stabiles Gebäude jeglicher Art. In der Regel sollte man die Vermessung und Fertigstellung eines Betonbodens einem professionellen Bauunternehmen überlassen, um ein qualitativ hochwertiges Ergebnis zu erzielen.

Die Aufwendungen orientieren sich allerdings an der Größe und Stärke der Bodenplatte sowie danach, ob und welche vorbereitenden Maßnahmen darüber hinaus noch getroffen werden müssen. Die Anforderungen an die Belastbarkeit ist ebenfalls ein wichtiges Kriterium dafür, ob der Betonboden nach dem Prinzip Selbermachen gefertigt werden kann, oder doch besser in die Hände von fachlicher Kompetenz gehört.

Bei einer 50m² starken Bodenplatte kommen schnell Kosten von über Tausend Euro zusammen, wenn es sich um eine größere Fläche handelt, wie etwa bei einer Doppelgarage. Geschickte Handwerker mit entsprechenden Fachkenntnissen können durch die teilweise oder ganze Übernahme der anfallenden Arbeiten viel Geld einsparen helfen.

"Wochenendpause" © Uschi Dreiucker /pixelio.de
„Wochenendpause“ © Uschi Dreiucker /pixelio.de

Betonböden für Anbauten, Gartenhäuser, Terrassen und dergleichen mehr, fallen aber durchaus in die Kategorie von Selbermachen ist möglich. Eine Bodenplatte betonieren nach Anleitung, erfordert geeignetes Material und Werkzeug, zwei bis drei freie Tage sowie einen oder zwei engagierte Helfer. Bei derart günstigen Voraussetzungen steht einem soliden und gut angelegten Betonboden nichts mehr im Wege.

Bodenplatte betonieren: Anleitung zu den Vorbereitungen zum Verschalen und Gießen

Zunächst muss sichergestellt werden, dass der Baugrund tragfähig ist. Das ist, wie man so schön sagt, schon die halbe Miete. Herrschen beim Bauherrn über die Tragfähigkeit des Untergrundes Zweifel, so ist bei dieser wichtigen Einschätzung unbedingt der Rat eines Fachmannes einzuholen.

Nachdem der Aushub vorgenommen und der Untergrund vorbereitet wurde, gilt es die Verschalung inklusive Abdichtungen anzubringen. Dabei muss darauf geachtet werden, dass die Verschalung miteinander verbunden und wirklich gerade ist. Die Verfügbarkeit und der richtige Gebrauch einer Wasserwaage ist in diesem Zusammenhang eine wichtige Voraussetzung. Soll eine hohe Stabilität gewährleistet sein, beispielsweise bei besonderen Ansprüchen an die Tragfähigkeit des Untergrundes, so müssen Baustahlmatten in die Verschalung eingelegt und später mit vergossen werden.

Wenn der Frischbeton fertig angeliefert wird, kann es gleich ans Gießen gehen, da die Masse sofort verarbeitet werden muss. Ansonsten wird mit einem geeigneten Betonmischer der Trockenbeton mit Wasser verbunden und zügig in den verschalten Innenraum eingebracht. Bezüglich der geeigneten Körnung und dem Mischverhältnis von Zement und Sandkörnung wird jeder für solche Bereiche zuständige Mitarbeiter in einem Baumarkt zuverlässige Auskünfte geben können. Das typische Mischverhältnis für einfache, nicht stark beanspruchte Betonböden ist 1:4, ein Teil Zement auf 4 Teile Sandkörnung.

Um eine optimale Festigkeit von Frischbeton zu gewährleisten, sollte die Bodenplatte nicht bei Außentemperaturen unter 5 °C vergossen werden. Zum Gießen eignet sich am besten eine Betonpumpe mit flexiblem Arm, falls dieses Hilfsgerät nicht zur Verfügung steht und die Bodenplatte nicht zu groß ist, kann auch mit einer Schaufel der Frischbeton eingebracht und verteilt werden. Besonders an den Kanten ist auf eine gleichmäßige Verteilung zu achten.

Bodenplatte betonieren: Anleitung zum Verdichten und Abziehen

Nachdem die Bodenplatte gegossen wurde, kann der frische Beton mit einem Betonrüttler verdichtet werden. Dafür eignen sich sogenannte Innenrüttler wie Flaschenrüttler beziehungsweise Rüttelflaschen. Durch diesen Vorgang entweicht die eingeschlossene Luft aus dem Beton, wodurch die Festigkeit und Frostsicherheit des Betonbodens gewährleistet wird. Es darf allerdings auch nicht zu lange gerüttelt werden, da sich der Beton ansonsten wieder entmischt.

In diesem Fall wird sich ein dünner Wasserfilm auf der Betonschicht bilden. Die richtige Konsistenz hat der Beton, wenn sich eine feine Oberfläche gebildet hat, die aussieht, wie eine Mörtelschicht. Anschließend wird der Beton mit einem geraden Brett von ausreichender Länge glatt gezogen. Im Fachjargon sagt man ‚abgezogen‘ dazu. Dafür postieren sich 2 Personen links und rechts der Verschalung, legen das Brett auf der Verschalung auf und ziehen es der Länge nach über den frischen Beton. Wenn die Bodenplatte besonders glatt werden soll, beispielsweise für einen Pool, kann man sie noch einmal nach einigen Stunden mit einem Reibe- oder Schwammbrett glatt ziehen.

Damit der Beton langsam und gleichmäßig aushärten kann, empfiehlt es sich, ihn für einige Tage feucht zu halten, d.h. ihn entsprechend abzudecken und gegebenenfalls vorsichtig nachzuwässern. Trocknet ein frisch vergossener Betonboden zu schnell aus, dann besteht das Risiko von Rissbildungen im Beton.

Mit dieser Bodenplatte-betonieren-Anleitung kommt man Schritt für Schritt zum gewünschten Ergebnis – viel Erfolg!
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