Bauen mit Holz: Kosten und Vorteile

Bauen mit Holz: Kosten und Vorteile

Der Baustoff Holz bewährt sich beim Bau von Häusern schon seit vielen Jahrhunderten. Obwohl Holzhäuser und Co. in den vergangenen Dekaden festen Baustoffen wie Beton oder Stahl weichen mussten, erleben sie seit einiger Zeit eine wahre Renaissance. Holzhäuser sind nicht nur wegen ihres traditionellen und romantischen Stils beliebter denn je, sondern auch weil sie einen bemerkenswerten Teil zum umweltbewussten Bauen und Wohnen beitragen.

Umweltbewusst mit Baustoff Holz

Der Baustoff Holz weist eine Vielzahl an vorteilhaften Eigenschaften auf. Weil es offenporig ist, leitet es Wärme sehr schlecht und sorgt deshalb für einen guten Wärmeschutz. So können Holzhäuser sowohl in warmen als auch kalten Gegenden gebaut werden, manchmal sind jedoch doppelte Außenwände nötig, da die Dämmeigenschaften von Holz nicht immer für genug Wärme ausreichen. Holzflächen stehen mit der Raumtemperatur in einem angenehmen Wärmegleichgewicht. Auch Wind und Wetter sind in der Regel keine großen Probleme für Holzhäuser, weil dieser Baustoff äußerst stabil ist.

Bild 1: Idyllisches Blockhüttchen in den Bergen
Bild 1: Idyllisches Blockhüttchen in den Bergen

Holzhäuser versprühen zudem einen ganz eigenen Charme: Wegen ihres natürlichen Baustoffs integrieren sie sich in die Natur und bringen gleichzeitig ein Stück Natur in die eigenen vier Wände. Das Klima in Holzhäusern ist angenehm und behaglich, weil Holz CO2 einlagert und so die Luft von Schadstoffen filtert und reinigt. Nicht zu vergessen ist, dass Holz ein nachwachsender Baustoff ist. Diese Eigenschaften machen Holz zu einem Baustoff, der zum Klimaschutz beiträgt. Hinzu kommt der Aufwand beim Bauen mit Holz: das Material ist äußert leicht, und schnell zu be- bzw. verarbeiten. Beim Bau sparen Eigentümer viel Zeit und Geld, da keine langen Trockenzeiten wie etwa bei Beton vonnöten sind und das verarbeitete Holz oft aus der Region stammt, und so die Kosten für den Transport niedrig gehalten werden.

Bauweisen für Holzhäuser

Grundsätzlich wird zwischen zwei Arten von Bauweisen beim Holzhaus unterschieden: Klassisch und eine der ältesten Methoden ist die Blockbohlenbauweise. Wände und Decken werden, aus Rundhölzern bestehend, Bohle für Bohle aufgeschichtet und an den Enden bzw. Ecken durch Verkämmungen miteinander verbunden. Die Außenwände werden doppelt erbaut, um so die Wärme besser dämmen zu können. Weiterhin gibt es das Stabtragwerk im Holzhaus. Das Gerüst besteht aus senkrechten Holzbalken, das durch Wandelemente aus Holz beplankt wird. Vorzustellen ist diese Bauweise ähnlich wie die eines Fachwerkhauses. Übrigens: Die Lebensdauer eines Holzhauses ist entgegen aller Vorurteile mit denen von Steinhäusern gleichzusetzen.

Kosten beim Holzhaus

Hochwertiges Holz hat ganz klar seinen Preis. Qualitativ gute Holzhäuser sind teilweise sogar etwas teurer als Fertighäuser in Massivbauweise. Wegen ihrer guten Energiebilanz können diese Kosten jedoch mit den Jahren wieder wettgemacht werden: Der Energiebedarf von Holzhäusern ist niedrig, an Heizkosten kann also gespart werden. Auch wenn Holz noch so viele Vorteile hat, bleiben Nachteile leider nicht aus. Holz muss gepflegt werden, Schädlinge können dem Holz schaden, Feuchtigkeit kann den Baustoff angreifen. Ein Wartungsaufwand entsteht so, da Schutzmittel in regelmäßigen Abständen aufgetragen werden muss. Holz ist ein „lebender“ Baustoff, mit der Zeit kann er sich verändern, was beim Verlegen von Rohren oder Elektroleitungen unbedingt beachtet werden muss.

Bild 2: Holzhäuser im Berner Oberland
Bild 2: Holzhäuser im Berner Oberland

Diese kostenverursachenden Nachteile sind allerdings hinlänglich bekannt, und heute, zu modernen Zeiten, gibt es in der Regel bereits geeignete Lösungen. Letztlich bleibt es eine Frage des persönlichen Geschmacks, ob Vor- oder Nachteile beim Bauen mit Holz überwiegen.

Bildquellen:

Bild 1: © Joujou – www.pixelio.de
Bild 2. © www.bauen-und-gestalten.de

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