Wasserbetten – Vorteile und Nachteile

Wasserbetten – Vorteile und Nachteile

Rückenschmerzen – das Volksleiden Nummer eins. Viele Faktoren können für den Schmerz verantwortlich sein, dementsprechend gibt es auch viele Behandlungsmethoden. Von Gymnastik über Sport bis hin zur Behandlung beim Arzt kann vieles zu einer Linderung des Leides führen. Auch Wasserbetten werden immer wieder für Menschen mit Rückenleiden empfohlen. In der Tat entscheiden sich die meisten Menschen aus medizinischen Gründen und auf Anraten des Arztes oder Orthopäden für ein Wasserbett. Doch was sind wirklich die Vorteilen von Wasserbetten?

Das Wasserbett: Vorteile

 

Gesund schlafen auf einer Wasserbettmatratze
Bild 1: Wasserbetten-Vorteile sind nicht von der Hand zu weisen, doch was ist mit den Nachteilen?

Zuerst einmal eines vorweg: Wasserbetten sind optisch auf den ersten Blick meist nicht von herkömmlichen Betten zu unterscheiden. Wie alle anderen Matratzen oder Polsterbetten sind Wasserbetten komplett mit textil verkleidet. Auch an den Geräuschen wird man die Betten nicht mehr von einander unterscheiden können. Dank der modernen Technik gluckern Wasserbetten schon lange nicht mehr. Die Kinderkrankheiten, die die Betten noch vor zehn Jahren begleitet haben, gehören heutzutage der Vergangenheit an.

Die Wasserbetten-Vorteile sind dagegen zahlreich.

Wasser als Füllmaterial gleicht Druckstellen und einseitige Belastungen des Rückens aus. Die Wasserbettmatratze kann sich dem Körpergewicht und der Liegeposition anpassen. Dadurch wird weniger Druck auf Rücken und Körper ausgeübt, was Rückenschmerzen vorbeugt bzw. sogar mindert. Genau für diesen medizinischen Nutzen wurde das Wasserbett auch erfunden: Mitte des 19. Jahrhunderts konzipierten Ärzte Wasserbetten als Pflegebetten für bettlägerige Patienten, um ein Wundliegen zu vermeiden. Auch von den Krankenkassen werden Wasserbetten mittlerweile als Hilfsmittel für die Anti-Dekubitusversorgung anerkannt.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Matratzen für Doppelbetten bietet die Wasserbetten Matratze über den gesamten Liegebereich hinweg identischen Liegekomfort. Es gibt keine Kern- oder Randbereiche auf denen es sich besser bzw. schlechter schläft. Auch verformt sich die Wasserbettenmatratze nicht über die Jahre. Das typische „Durchliegen“ kommt bei Wasserbetten also nicht vor, weswegen Wasserbettmatratzen auch eine lange Haltbarkeit vorweisen können.

Auch in Punkto Hygiene kann das Wasserbett punkten. Vor allem für Allergiker sind Wasserbettenmatratzen besonders angenehm, da der Stoff abgenommen und in der Waschmaschine gewaschen werden kann. Die Vinyl-Oberfläche lässt sich anschließend einfach mit einem feuchten Lappen abwischen, so haben Milben und Hausstaub keine Chance. Auch mit der Zeit setzen sich keine Allergene fest, Milben können sich nicht im Matratzenkern einnisten.
Im Sommer wie im Winter angenehm ist, dass die Temperatur von Wasserbetten leicht geregelt werden kann. Das sorgt für eine in allen Jahreszeiten angenehme Schlaftemperatur.
Einige hochwerte Wasserbetten ermöglichen außerdem die akustische Modulation des Wassers mit Musik. Dies dient der Entspannung und kann vor allem Menschen mit Schlafproblemen helfen, leichter in den Schlaf zu finden.

Wasserbetten: Nachteile auf einem Blick

Bett und Kaffeetasse
Bild 2: Wasserbett Matratzen haben auch ein paar Nachteile, vor allem das schwere Gewicht schlägt ziemlich zu Buche

Wenn sich die Frage stellt, Wasserbett oder Boxspringbett bzw. Federkern, dann müssen natürlich auch die Nachteile der Wasserbetten im Auge behalten werden.
Die Anschaffungskosten für das Wasserbett sind höher als für reguläre Betten, doch spart man einen Teil der Kosten wieder dadurch ein, dass weder Lattenrost, noch Rahmen oder Gestell benötigt werden. Wird dies miteinander verrechnet, ist ein Wasserbett gar nicht mehr so viel teurer als eine Federkernmatratze.
Zum Kostenfaktor zählt allerdings auch noch der Stromverbrauch des Wasserbetts. Für die Heizung des Betts müssen ungefähr 200 bis 500 kWh pro Jahr gerechnet werden.
Ein Nachteil des Wasserbetts kann durch mangelnde Pflege entstehen: Das Wasser kann umkippen und es können sich Algen bilden, wenn das Bett nicht einmal im Jahr mit einem speziellen Pflegemittel behandelt wird.
In seltenen Fällen kann das Material der Bettenoberfläche, das aus Polyvinylchlorid besteht, zu allergischen Reaktionen führen.
Durch das hohe Gewicht von Wasserbetten – für große Betten können das inklusive Wasserfüllung gerne mal 800 kg werden – ist die Mobilität des Bettes sehr eingeschränkt. Möbelrücken ist hier eher nicht durchführbar. Außerdem wird die Bodenkonstruktion sehr belastet, was im Altbau Schwierigkeiten machen könnte.
Alles in allem sprechen vor allem die Vorteile für die Rückengesundheit und den Schlaf für das Wasserbett, während die Nachteile nur in bestimmten Situationen ein Hindernis darstellen könnten.

Bildquellen:

Bild 1: © Unsplash unter einer CC0-BY-1.0 Lizenz auf pixabay.com
Bild 2: © Unsplash unter einer CC0-BY-1.0 Lizenz auf pixabay.com

4 Gedanken zu “Wasserbetten – Vorteile und Nachteile

  1. Ich wolte mir schon immer mal ein Wasserbett kaufen, aber ich dachte immer, das wär nur so ein Luxusbett, so ein Angeberbett! Aber nach diesem Artikel hier könnte es mir wirklich helfen, besser zu schlafen, und vorallem meine Rückenschmerzen am Morgen zu lindern! Wenn nur der Preis nicht soo teuer wäre, aber jetzt denke ich ernsthaft drüber nach, nachdem unsere Federkernmatraze schon einige Jahre auf dem Buckel hat!

  2. Ich habe mir auch mal überlegt ein Wasserbett zu holen aber den Gedanken relativ schnell wieder versinken lassen 😀

    Aber Spaß bei Seite. Wenn es bei Rückenschmerzen hilf, dann werde ich mir vielleicht eins zulegen

  3. Ich träumte immer davon ein Wasserbett zu besitzen aber nach diesem Artikel finde ich sind die Vorteile mehr als die nachteile . Ich werde mich jetzt direkt nach einem Wasserbett umschauen.
    Vielen Dank

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