Wichtige Punkte bei Altbausanierungen

Etwas mehr als die Hälfte der jährlich im Inland erbrachten Bauleistungen fällt heute in Deutschland auf Altbausanierungen zurück. Diese Tatsache macht sehr deutlich, wie attraktiv die Sanierung historischer Gebäude in der modernen Zeit geworden ist. Doch warum sind Altbauten eigentlich so beliebt und worauf kommt es bei der fachgerechten Sanierung an? Es gibt kaum bessere Beispiele im privaten und kommerziellen Wohnungsbau, bei denen eigene Initiative, Kreativität und Leistungsbereitschaft derart gefordert ist, wie bei Renovierungs- und Sanierungsarbeiten an älterer Bausubstanz. Mit diesem Bewusstsein und Freude an manueller Arbeit und Gestaltungswillen sind schon die wichtigsten Voraussetzungen gegeben, vernachlässigte und marode Bausubstanz in liebenswerte und behagliche Wohnlichkeit zu verwandeln.

Bild 1: Traumhafte Wohnidylle im renovierten Altbau

Was ist ein Altbau und worauf ist die große Beliebtheit zurückzuführen?

Als Altbauten werden grundsätzlich alle Wohngebäude bezeichnet, deren Baustil und Errichtungszeitraum einer spezifischen Zeitperiode zuzuordnen sind. Im Allgemeinen sind damit Bauwerke bis zum Zweiten Weltkrieg gemeint, die typische Charakteristika wie Kastenfenster, Holzbalkendecken oder Mauerwerkswände aufweisen. Das Ende der Altbauära wird mit der zunehmenden Etablierung von Bauausführungen wie Betondecken und -wänden bzw. Verbund- und Isolierglasverglasungen verknüpft. Altbauten sind in der Moderne neben ihrer großen Verfügbarkeit vor allem aufgrund ihres individuellen Charmes begehrt. So liegen klassische Merkmale wie hohe Decken, offene Balkenkonstruktionen oder Stuckverzierungen sowohl bei jüngeren als auch älteren Menschen absolut im Trend. Kennzeichen dieser Art bieten Bewohnern ein einzigartiges Wohngefühl mit kulturellem Flair. Allerdings ist dieses Gefühl nicht selten mit einem deutlichen Sanierungsaufwand verbunden, da die meisten Altbauten im Rohzustand hinsichtlich ihrer energetischen Eigenschaften starke Defizite aufweisen.

Welche Faktoren gibt es beim Kauf zu beachten und wann ist eine Altbausanierung notwendig?

Bei dem Kauf eines Altbaus sollte in jedem Fall die Bausubstanz des Objekts genauestens inspiziert werden. So können sich altersbedingte Schäden wie faulende Dachkonstruktionen oder Risse im Mauerwerk langfristig zu einer echten Kostenexplosion entwickeln. Weiterhin ist ein Auge auf die energetischen Eigenschaften zu werfen. Veraltete Isoliermaterialien und Verglasungen in Altbauten treiben die Nebenkosten drastisch in die Höhe und belasten so nicht nur den Geldbeutel, sondern ebenfalls die Umwelt. Neben Maßnahmen zur Erhaltung der Grundsubstanz zählen daher Arbeiten im Zusammenhang mit der Energieeffizienz zu den häufigsten Gründen für eine Altbausanierung. Weiterhin haben die Menschen heute völlig andere Ansprüche an die Haustechnik, was ebenfalls ein Argument für die Durchführung von Sanierungsarbeiten sein kann. Hinzu kommt, dass eine Sanierung im ökonomischen Sinn häufig mehr Sinn macht als ein Abriss bzw. Neubau. Zudem handelt es sich bei der Altbausanierung um eine vergleichsweise ressourcenschonende Baumaßnahme, sodass auch die ökologische Gesamtbilanz entsprechend positiv ausfällt.

Bild 2. Vom Altbau zur wertvollen Immobilie

Was gibt es im Rahmen der Sanierungsarbeiten zu beachten?

Einer der essentiellen Faktoren bei der Altbausanierung ist sicherlich die Planung. Hier muss nicht nur der Umfang der Arbeiten abgewägt, sondern ebenfalls eine exakte Kostenkalkulation aufgestellt werden. Entlastung können sich Betroffene durch Förderungen der Kreditanstalt für Wiederaufbau bzw. dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle verschaffen. Zu berücksichtigen ist, dass bei der Sanierung von Altbauten gelegentlich spezielle Baustoffe verwendet werden müssen. So können moderne Baustoffe wie unter anderem Farben zu Schäden an historischen Materialien führen. Ferner gelten für denkmalgeschützte Bauwerke strenge Reglementierungen, die es unbedingt einzuhalten gilt. Weiterhin erfordern Arbeiten an historischen Gebäuden häufig ein äußerst genaues Vorgehen. Insbesondere bei jahrhundertealten Fachwerkhäusern kann sich die Nutzung von Winkelsensoren & Co. rentieren, da Abweichungen von bekannten Normen hier durchaus die Regel sein können. Wird eine Baufirma beauftragt, so empfiehlt sich zusätzlich eine genaue Überwachung der Arbeiten wie beispielsweise durch einen Sachverständigen.

Was gibt es abschließend zum Thema zu sagen?

In der Gesamtbetrachtung zeigt sich, dass eine Altbausanierung zwar sehr viel Arbeit bedeuten kann, jedoch ist das spätere Ergebnis in der Regel die Mühe wert. So profitieren Bewohner von sanierten Altbauten nicht nur von einem einzigartigen Wohnerlebnis, sondern sparen langfristig auch noch bares Geld ein.

Bildquellen:

Bild 1. @ Rosel Eckstein / pixelio.de

Bild 2. @ Ilse Dunkel (ille) / pixelio.de

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