Das Eigenheim energieeffizient sanieren: ein Ratgeber

Das Eigenheim energieeffizient sanieren: ein Ratgeber

Deutschland packt seine Häuser ein! Besonders das Eigenheim wird aus- bzw. aufgerüstet, da die Kosten für eine energieeffiziente Sanierung in einem guten Verhältnis zum Einsparpotential stehen. Klima- und Verbraucherschützer unterstützen den Trend, der nicht nur in Deutschland zu beobachten ist, sondern in ganz Europa.

Dabei spielen für viele Verbraucher nicht nur die reduzierten Verbrauchskosten eine Rolle, auch das gesteigerte Umweltbewusstsein veranlasst sie, verantwortungsbewusst zu handeln. Wer sein Eigenheim energieeffizient sanieren will, muss bei der Planung auf jeden Fall folgende drei Maßnahmen berücksichtigen.

1. Einsparung durch Dämmung

Wer den Verbrauch reduzieren und sein Eigenheim energieeffizient sanieren will, kommt nicht umhin, ordentlich zu dämmen. Zur Dämmung der Außenwände werden in der Regel spezielle Dämmmaterialien an den Außenseiten des Gebäudes angebracht. Dabei gibt es verschiedene Arten von Dämmsystemen, die je nach Gebäudeart Vor- und Nachteile haben.

bausanierung @ Christa Nöhren / pixelio.de
bausanierung @ Christa Nöhren / pixelio.de

Ein verklinkertes Haus aus den Siebzigern ist beispielsweise auf andere Weise zu dämmen als ein Fachwerkhaus, das bereits seit mehr als hundert Jahren besteht. Die Kosten für eine Außenwanddämmung im Wärmedämmverbundsystem liegen bei ca. 110 bis 130 Euro pro Quadratmeter.

Neben den Außenwänden muss auch die Dachfläche gedämmt werden, da über ein ungedämmtes Dach bis zu 25 Prozent der Wärme verloren geht. In der Regel wird die Dämmung, für die aus Kostengründen häufig Mineralwolle genutzt wird, einfach zwischen die Sparren geklemmt und anschließend mit einer wasserdichten Folie von innen versiegelt, die verhindert, dass kondensierte Raumluft das Dämmmaterial durchfeuchtet. Wenn die Sparrendicke nicht ausreichend sein sollte, muss möglicherweise noch eine Unterkonstruktion aufgebaut werden, was den Aufwand deutlich erhöht.

Die Kosten einer Dachdämmung liegen bei einem Einfamilienhaus im Durchschnitt bei ca. 210 bis 230 Euro pro Quadratmeter. Auch die Kellerdecke sollte nach Möglichkeit gedämmt werden, um Wärmeverluste zu vermeiden. Gewöhnlich geschieht dies durch das einfache Anbringen von Dämmplatten an der Kellerdecke, was zu Kosten in Höhe vom 30 bis 40 Euro pro Quadratmeter führt.

2. Heizung und Fenster

Alte Heizungsanlagen sind ineffizient, was zu einem hohen Verbrauch führt. Um Kosten zu sparen, ist es ratsam, seine alte Heizungsanlage zu modernisieren. Erneuerbare Energien wie eine solarthermische Anlage, eine Wärmepumpe oder eine Biomassenheizung sind besonders umweltfreundlich, aber auch der Anschluss an ein Nah- oder Fernwärmesystem kann genutzt werden.

Des Weiteren müssen auch die Fenster auf einen neuen Stand gebracht werden, um Energieverluste zu vermeiden. Sowohl die Rahmensysteme, als auch die Verglasung müssen bestimmte Mindestanforderung erfüllen, die von der Energiesparverordnung vorgegeben werden. Handelsüblich sind Fenstersysteme mit einer 2-fach-Verglasung, wer hingegen hochwertigere Fenster wünscht, kann auf energetisch optimierte Rahmensysteme mit 3-fach-Verglasungen zurückgreifen, die neben einer besseren Wärmedämmung auch einen höheren Schallschutz bieten.


3. Saubere Stromerzeugung durch Photovoltaik-Anlagen

Wer sein Eigenheim energieeffizient saniert, sollte nicht nur den Energieverbrauch senken, sondern auch die Möglichkeit in Betracht ziehen, durch eine Photovoltaik-Anlage Strom zu erzeugen. Nicht nur, dass die Verbrauchkosten so langfristig reduziert werden, zudem ist der Strom auch sauber und schadet der Umwelt nicht.

Wird von der eigenen Photovoltaikanlagen mehr Strom produziert, als im Eigenbedarf verbraucht wird, können die überflüssigen Reserven gegen eine Vergütung in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden. Mehr Informationen finden Sie auch hier.

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