Lohnen sich noch Insektengitter?

Faktisch nimmt die Population an Insekten stetig ab. Vor allem in Innenstädten sinkt der Bestand kontinuierlich. Biologen sehen diese Entwicklung mit großer Sorge, jedoch dürften sich die meisten über weniger Mücken und sonstige fliegenden Lärmquellen freuen. Daher stellt sich natürlich die Frage ob denn noch Bedarf besteht an dem Insektengitter fürs Fenster.

Ganz verschwinden wird das Insekt als solches sicherlich nicht und falls doch, haben wir weit größere Probleme als ein nervtötendes Summen. Wenn man ehrlich ist, dann ist es nicht die Masse an Insekten, die einen um den Verstand bringt, sondern nur diese eine lästige Mücke, welche sich in den Raum verirrt hat und bis an ihr Lebensende nichts anderes zu tun hat als den Bewohnern den Schlaf zu rauben. Noch dazu scheint sie meist exzellent darin zu sein sich zu verstecken und selbst wenn man dann den glorreichen Sieg erringt und den fliegenden Feind im heroischen Zweikampf stellt, findet man leider häufig heraus, dass eben dieser Widersacher sich bereits an einem selbst gütlich getan hat. Folge des erbitterten Kampfes: Ein Blutfleck an der Wand.

Spätestens nach der dritten unruhigen Nacht interessiert man sich nicht mehr für statistische Erhebungen der Insektenpopulation, man möchte den Quälgeist einfach nur noch loswerden. Und just in diesem Moment bereut man es dann doch, keine Fliegengitter angebracht zu haben.

Worauf ist beim Insektengitter zu achten?

Vor allem Dachfenster, welche sich für gewöhnlich durch einen anderen Winkel von normalen Fenstern abheben, benötigen spezielle Insektengitter. Das schränkt den Käufer zwar einerseits ein, andererseits werden einem hier keine frei hängenden, wenig effektiven Konstrukte verkauft, deren einzige Daseinsberechtigung eine Lärmbelästigung in stürmischen Nächten zu sein scheint.

Fliegen und andere Insekten kommen mit einem Insektengitter gar nicht erst ins Haus. | Foto: Barbara Willi | Lizenz: CC BY 2.0

In Bezug auf die Montage bieten sich vor allem manuell bedienbare Insektengitter an. Ein fest montiertes Element müsste bei jeder Reinigung des Fensters, oder wenn einem der Sinn danach steht, sich aus dem Fenster zu lehnen, entfernt werden. Dies wäre ein unnötig hoher Aufwand.

Wichtig ist nun das zu verwendende Material. Minderwertiges Plastik beispielsweise wird relativ schnell brüchig. Daraus resultierende Löcher im Fliegengitter machen die Verwendung dessen nun vollständig obsolet. Ebenso ist bei den zu verwendenden Schienen darauf zu achten, dass dieses Material auf Langlebigkeit ausgelegt ist. Abblätternder Lack und darunter fröhlich rostendes Eisen sind nicht nur eine optische Qual, sondern auch eine körperliche, sobald sich jemand bei der Bedienung am rostigen Materials verletzt.

Video: Insektenschutzgitter selber bauen

Daher sind Glasfasergewebe und Schienen aus eloxiertem Aluminium, wie es beispielsweise Velux online vertreibt, optimal. Das Glasfasergewebe ist langlebig, strapazierfähig und vor allem lichtdurchlässig. Eine minimale Verdunklung wird immer bestehen, jedoch fällt diese nur sehr gering aus. Eloxiertes Aluminium als Material für die Schienen ist deshalb so hervorragend, da hier durch elektrolytische Oxidation bereits im Vorfeld die obere Schicht des Materials oxidiert wurde und daher nicht weiter oxidieren kann. Diese Schicht dient nun als Schutz vor Korrosion und fällt nicht einfach irgendwann ab, wie es bei Lackierungen der Fall wäre. Außerdem verbindet Aluminium die Eigenschaften Stabilität und Leichtigkeit.

Vor dem Kauf des Fliegengitters

Bevor nun ein Insektengitter für ein Dachfenster gekauft wird, sollte unbedingt entweder eine fachmännische Beratung erfolgen oder aber die Spezifikationen der Dachfenster herausgefunden werden. Es gibt diverse Typen an Dachfenstern und je nach Bauart benötigen diese andere Fliegengitter. Ein Fachmann kann dort hilfreich sein, wer jedoch bereits genauestens über die verwendeten Fenster und Maße informiert ist, kann mithilfe dieses Wissens bereits selbst das passende Zubehör erwerben. Manche Anbieter nehmen zwar ausgepackte Ware wieder zurück, wenn jedoch bereits alles montiert wurde und dann erst festgestellt wird, dass das falsche Insektengitter gekauft wurde und dieses nun nicht wirklich passgenau ist, wird es mit einem Umtausch oftmals schwierig – und schade um die vollkommen umsonst verrichtete Arbeit ist es natürlich ebenfalls.

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