Immobilienkredit: Empfiehlt sich eine Restschuldversicherung?

Immobilienkredit: Empfiehlt sich eine Restschuldversicherung?

Viele Banken und Bausparkassen bieten zur Bau- und Immobilienfinanzierung eine Restschuldversicherung im Paket an. Diese Versicherung soll bei einer Zahlungsunfähigkeit aus triftigem Grund den Verlust des Wohneigentums verhindern. Wer einen Kredit aufnehmen möchte, sollte sich vorab fragen: Wie wichtig ist eine Restschuldversicherung? Wie sieht es mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis aus? Gibt es Alternativen?

Was eine Restschuldversicherung im Versicherungsfall leistet

Restschuldversicherungen übernehmen bei bestimmten Lebensereignissen die Restschulden bei einem Immobilienkredit vollständig oder teilweise. Die bedeutendste Leistung ist der Schutz im Todesfall: Verstirbt ein Kreditnehmer, tilgt die Versicherung die verbliebene Schuld. Die Hinterbliebenen können ihr Haus oder ihre Wohnung behalten. Einige Unternehmen schließen weitere Ereignisse wie eine unverschuldete Arbeitslosigkeit oder Berufsunfähigkeit ein, sie begleichen zumindest eine Zeit lang die Schulden.

Haus finanzieren © Thorben Wengert / pixelio.de

Verbraucherschützer raten meist ab: Die Gründe

Eine Absicherung gegen Risiken wie den Tod des Hauptverdieners hört sich für viele sinnvoll an, Experten zeigen sich dagegen skeptisch. Sie verweisen auf die hohen Kosten für diese Versicherungen, die den Immobilienerwerb enorm verteuern. Oft übersteigen die Prämien die Zinskosten. Insbesondere die Angebote der Banken und Bausparkassen erweisen sich als kostspielig: Wer unbedingt eine Restschuldversicherung vereinbaren will, sollte sie zumindest bei einem preiswerten Versicherer abschließen. Viel spricht jedoch dafür, auf diese Versicherung angesichts der hohen Kosten zu verzichten. Zahlreiche Dienstleister schränken den Versicherungsschutz zudem bei finanziellen Gefahren wie Arbeitslosigkeit stark ein. Ein typisches Beispiel beim Jobverlust: Das Unternehmen zahlt erst nach sechs Monaten Arbeitslosigkeit und danach höchstens für ein Jahr. Der Nutzen hält sich in Grenzen.

Alternativen zur Restschuldversicherung

Den gezielten Schutz gegen einen Todesfall realisieren künftige Immobilienbesitzer am besten mit einer Risikolebensversicherung, Partner können sich auch gegenseitig absichern. Der Vorteil liegt laut den Spezialisten des Fachportals www.kredit-aufnehmen.net in den geringen Prämien, diese Versicherungen kosten vor allem für junge Menschen wenig. Mit einer fallenden Prämiensumme, die sich im Gleichschritt mit der Restschuld reduziert, passen Kunden den Umfang optimal an den Bedarf an. Die Berufsunfähigkeit kostet wesentlich mehr als eine Restschuldversicherung, ist aber ebenfalls eine sinnvolle Absicherung. Sie sichert insgesamt den Lebensstandard eines Betroffenen inklusive seines Wohneigentums.

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