Bodenbeläge für den individuellen Anspruch

Bodenbeläge für den individuellen Anspruch

Wer zuhause einen neuen Boden verlegen oder beim Hausbau schon bei der Inneneinrichtung angekommen ist, wird schnell merken, dass die Frage nach dem richtigen Boden gar nicht so leicht zu beantworten ist, da sich immer neue Fragen auftun: Welcher Bodenbelag ist besonders stabil? Welcher ist einfach zu verlegen? Welche Böden sind leicht zu reinigen? Gibt es Bodenbeläge, die für bestimmte Zimmer besonders gut geeignet sind? Welcher Boden kostet wie viel und wovon ist der Preis abhängig?

Welcher Boden ist mit Fußbodenheizungen kompatibel?

Gibt es im Haus eine Fußbodenheizung, so sind generell Fliesen die beste Wahl, da diese eine gute Wärmeleitfähigkeit besitzen und beim Transport der Wärme ins Haus nicht so viel Energie erfordern. Mit Holzböden aller Art, ob Parkett oder Holzdielen, ist das etwas schwieriger, denn Holz ist ein guter Dämmstoff. Er lässt die Wärme nicht so leicht durch. Weiche Holzarten können sich durch eine Fußbodenheizung außerdem ausdehnen und kaputt gehen.
Wer also eine Fußbodenheizung hat oder einbauen möchte, muss unbedingt beim Verkäufer oder Hersteller erfragen, ob der Boden seiner Wahl überhaupt für eine Fußbodenheizung geeignet ist.

Der Bodenbelag mit Keramik Fliesen ist Pflegeleicht und robust.
Bild 1: Der Bodenbelag mit Keramik Fliesen – pflegeleicht und robust.

Welcher Bodenbelag erleichtert die Hausarbeit?

Besonders pflegeleicht ist Boden aus Kork, Laminat und Holzdielen, denn hier kann schnell und ohne größte Sorgfalt drüber gewischt werden. Anders verhält es sich mit Parkett, denn dieser Boden ist nicht nur meist empfindlicher als andere Varianten, sondern auch teuer. Umso ärgerlicher ist es dann natürlich, wenn er aufgrund von Fehlern beim Putzen schnell kaputt geht. Die Bürste eines Staubsaugers zum Beispiel kann den Boden zerkratzen. Anstatt ihn zu saugen, sollte dieser Boden also nur feucht gewischt werden – allerdings nicht zu feucht, denn auch Wasser schadet dem Boden. Das verwendete Tuch sollte maximal nebelfeucht sein. Ideal ist, wenn es zudem speziell für die Reinigung von Parkettboden gedacht ist und aus Baumwolle besteht. Mehr Tipps zur Reinigung von Parkettboden gibt es beim Bodenwischer.net.

Auch Teppichboden ist alles andere als pflegeleicht, denn Schmutz, der sich dort einmal festgesetzt hat, geht nicht so schnell wieder raus. Essens-, Getränke- oder sonstige Flecken stellen beim Teppichboden eine große Herausforderung dar, oft bedarf es einer professionellen Reinigung, um sie zu beseitigen, manchmal sind sie auch nicht mehr vollständig zu entfernen. Außerdem muss ein Teppichboden regelmäßig gesaugt werden, da sich sehr schnell Staub darin fängt. Für Allergiker ist er generell keine gute Lösung, denn Hausstaub wird sich früher oder später ohnehin darin festsetzen.

Mit Fliesen im Bild 2: Der Natursteinlook ist für das Bad gut geeignet
Bild 2: Der Natursteinlook ist für das Bad gut geeignet

Den richtigen Bodenbelag fürs Badezimmer, die Terrasse und den Balkon

Der Boden fürs Badezimmer sowie für die Außenbereiche des Hauses muss sorgfältig gewählt werden, da die meisten Böden nicht feuchtigkeitsbeständig sind. In der Regel werden Bäder, Balkone und Terrassen mit Fliesen ausgelegt. Wem das aber zu steril und kahl aussieht, kann optisch ein wenig tricksen und einfach Holzfliesen verwenden: Sie haben die pflegeleichten, hygienischen und wasserabweisenden Eigenschaften von Fliesen, sehen aber aus wie Holz und erzeugen eine gemütliche und warme Atmosphäre.

Bodenbeläge im Kinderzimmer: Was kommt infrage?

Ein weiterer recht kritischer Bereich ist das Kinderzimmer, denn für ihre Kinder möchten Eltern natürlich immer die beste Lösung. Gleichzeitig muss der Boden dort viel aushalten, denn beim Spielen werden Kinder nicht sorgfältig darauf achten, keine Kratzer in das teuren Parkett zu bringen. Teppich- und Parkettboden ist also besonders ungeeignet für ein Kinderzimmer. Hier fliegen Bauklötze durch den Raum, fallen Trink- oder Wasserfarbengläser um und üben Kinder ihre künstlerischen Fähigkeiten vielleicht auch mal mit dem Bleistift auf dem Boden. Der Austausch eines Parkettbodens ist teuer, und ein Teppichboden ist so schnell verschmutzt, dass er schnell aus hygienischer Sicht bedenklich wird.

Besser geeignet ist ein Bodenbelag aus Laminat, Kork oder Linoleum. Alle drei Materialien halten einiges aus und können leicht gereinigt werden, Laminat ist außerdem im Vergleich zu vielen anderen Belägen sehr preiswert, sodass es nicht wehtut, den Boden nach einigen Jahren auszutauschen.

Die Preisfrage: Welchen Bodenbelag für welchen Geldbeutel?

Parkettboden gilt es einer der hochwertigsten und schönsten Bodenbeläge überhaupt, denn er besteht aus Massivholz unterschiedlicher Bäume oder mit Hartholz furniertem Weichholz. Der Boden ist – sofern er aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt, die nach dem Prinzip funktioniert, dass nur so viele Bäume abgeholzt werden, wie auch nachwachsen – umweltfreundlich und kann später zu anderen Produkten weiterverarbeitet werden. Jedoch hat diese hohe Qualität ihren Preis, denn durchschnittlich kostet ein Quadratmeter Parkettboden ungefähr 20 bis 30 Euro. Einige Varianten können auch etwas günstiger sein, nach oben hin ist noch jeder Menge Luft. Hinzu kommt, dass Parkett je nach Muster sehr schwer zu verlegen sein kann, sodass in manchen Fällen auf professionelle Hilfe zurückgegriffen werden muss, die natürlich auch wieder Geld kostet.

Edler Parkettboden - warm und wohnlich
Edler Parkettboden – warm und wohnlich

Laminat ist mit durchschnittlich etwa 10 Euro pro Quadratmeter die günstige Alternative zum Parkett. Die preiswertesten Exemplare kosten nur etwa 4 Euro, sind aber auch entsprechend dünner und empfindlicher. Laminat besteht aus einer Träger- und einer Dekorschicht, von denen Letztere Parkett, aber auch andere Materialien, wie zum Beispiel Marmor – inzwischen meist auf der sehr gute, oft kaum zu unterscheidende Weise – imitiert. Eine weitere kostensparende Eigenschaft von Laminat ist, dass er sich sehr leicht selbst und ohne professionelle Kenntnisse verlegen lässt. Weniger gängig ist Linoleum, ein Belag, der sich preislich ungefähr auf dem Niveau von Parkett befindet, ebenso wie Holzdielen und Böden aus dem Kunststoff Vinyl (auch bekannt als PVC). Auch Korkboden kann recht teuer sein, existiert aber auch in günstigeren Varianten um etwa 15 Euro pro Quadratmeter.

Weitere Infos und Bodenbeläge online

Diese Webseite liefert einen ausführlichen Überblick über weit verbreitete und eher seltene Bodenbeläge mit nützlichen Informationen über die einzelnen Böden inklusive ihrer Vor- und Nachteile. Zu kaufen gibt es Bodenbeläge sowie alle nötigen Zubehörartikel natürlich in jedem regionalen Baumarkt sowie online zum Beispiel bei Hellweg.

Bildquellen:

Bild 1: © bauen-und-gestalten.de
Bild 2: © istock.com/EricVega
Bild 3: © Rainer Sturm / pixelio.de

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