Der Kirschlorbeer – Liebling unter den Heckenpflanzen

Der Kirschlorbeer – Liebling unter den Heckenpflanzen

Der Kirschlorbeer ist eine der beliebtesten Heckenpflanzen überhaupt. In vielen heimischen Gärten bietet der grüne Strauch Schutz vor neugierigem Blicken. Doch warum ist gerade dieser Strauch so beliebt? Welche Sorten gibt es?

Kirschlorbeer gehört nicht in die Küche

Ein Wort vorab: Kirschlorbeerblätter gehören nicht ins Sauerkraut. Auch wenn der Name etwas anderes vermuten lässt, sind der Kirschlorbeer und das Küchenkraut Lorbeer nicht miteinander verwandt.

Das Gewürz, das Sauerkraut und anderen Gerichten ihre besondere Note verleiht, ist der Echte Lorbeer (Laurus). Auch wenn die Blätter des Kirschlorbeers (Prunus) aussehen wie Lorbeerblätter, gehört dieser Strauch zur Familie der Rosengewächse. Der offizieller Name Lorbeerkirsche ist daher eigentlich auch viel treffender als die umgangssprachliche Bezeichnung. Lorbeer ist also nicht gleich Lorbeer.

Für jeden Garten der richtige Kirschlorbeer

Lorbeer ist nicht gleich Lorbeer und Kirschlorbeer ist nicht gleich Kirschlorbeer. Es gibt nämlich verschiedene Sorten. Diese sehen hautsächlich alle etwas anders aus. Sie unterscheiden sich jedoch auch in anderen Eigenschaften, die nicht auf den ersten Blick deutlich werden. Manche Sorten wachsen zum Beispiel schneller als andere oder können kalte Temperaturen besser ertragen. Dies sind die beliebtesten Kirschlorbeersorten:

  • Caucasica: Lange, schmale Blätter. Wächst schnell und sehr dicht.
  • Etna: Dunkelgrünes Blatt. Wächst relativ langsam und ist daher besonders pflegeleicht.
  • Herbergii: Sehr frosthart. Wächst besonders gerade.
  • Portugiesischer Kirschlorbeer: Schmale, kleinere Blätter. Bleibt schön schmal. Platzsparend.
  • Rotundifolia: Abgerundetes Blatt. Blattfarbe ist hellgrün. Frostgefährdet.

Winterhart und immergrün

Generell sind alle (oben genannten) Sorten winterhart und immergrün. Das bedeutet, dass der Strauch auch im Winter seine Blätter nicht verliert. Eine Kirschlorbeerhecke bietet daher das ganze Jahr über Sichtschutz. Einige Sorten vertragen besonders tiefe Minustemperaturen jedoch besser als andere. Im Zweifelsfall beim Kauf des Kirschlorbeers einfach beim Verkäufer nachfragen, bis zu welcher Temperatur die gewünschte Sorte frosthart ist.

Pflegeleicht

Ein weiterer Grund, warum der Kirschlorbeer so beliebt ist: Er ist anspruchslos und pflegeleicht. Solange die Pflanzen genügend Wasser bekommen, geht es ihnen gut. Bei heißem, trockenem Wetter sollte man gegebenenfalls gießen.

Kirschlorbeer schneiden

Eine Kirschlorbeerhecke sollte ein bis zwei Mal pro Jahr geschnitten werden. Dann bleibt sie schön in Form und wuchert nicht. Das ist vor allem wichtig, wenn die Hecke nicht zu hoch werden darf. Hierzu eignet sich eine Handheckenschere am besten. Eine elektrische Heckenschere reißt die relativ großen Blätter eher ab als zu schneiden. Das Ergebnis sind hässliche, braune Blätter.

Vielseitiger Kirschlorbeer

Wegen seiner hohen Blattdichte eignet sich der Kirschlorbeer ideal für Sichtschutzhecke. Sein dichtes Blätterwerk schützt aber auch empfindliche Pflanzen vor starkem Wind oder direkter Sonneneinstrahlung. Der Kirschlorbeer ist vielseitig im Garten einsetzbar und kann auch solitär gepflanzt werden. Während der Blütezeit ziehen seine duftenden weißen Blütendolden Bienen und andere Insekten an.

 

Fazit: Liebling im Garten

Der Kirschlorbeer ist eine beliebte Heckenpflanze und das nicht ohne Grund: Er ist pflegeleicht, vielseitig und anspruchslos. Aufgrund seines dichten Blattwerks eignet er sich perfekt als Sichtschutz. Bei der großen Sortenvielfalt findet sich für den jeden Garten den richtigen Kirschlorbeer. Nur mitkochen sollte man seine Blätter nicht.

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