Das Traumhaus finanzieren: richtig Sparen hilft bei der Umsetzung

Das Traumhaus finanzieren: richtig Sparen hilft bei der Umsetzung

Das Geld vermehrt sich nicht alleine dadurch, dass es auf verschiedene Konten verteilt wird. Doch es hilft bei der Übersicht, und das wiederum macht es leichter, auf bestimmte Ziele wie ein Eigenheim zu sparen. An den Vorteilen der heutigen Finanzierung ändert das allerdings nichts: Wie heute bekannt wurde, wird sich an den niedrigen Zinsen in absehbarer Zeit nichts ändern. Sparer und Immobilieninteressenten sollten diese Gelegenheit beim Schopfe packen.

Bild1: "Günstige Bedingen für Immo-Finanzierungen"
Bild1: „Günstige Bedingen für Immo-Finanzierungen“

Direktbank-Konten als Basis geeignet

Bei Online-Banken (sogenannte Direktbanken) sind kostenlose Konten längst an der Tagesordnung. Möglich ist das durch die kostengünstige Struktur der Banken, die kein reales Filialnetz betreiben. Seit etwa zehn Jahren hat das Direktbank-Prinzip immer mehr Marktanteile gewonnen. Dabei gibt es gemeinsame Charakteristika der Direktbank-Konten:

  • Kostenlos: Kontoführungsgebühren sind bei Direktbanken nicht üblich. Ein ungenutztes Konto verursacht somit keine Kosten.
  • Kreditkarte als Bonus: Alle Anbieter legen dem Girokonto eine kostenlose Kreditkarte bei, mit der weltweit kostenlos Bargeld abgehoben werden kann. Die dabei entstehenden Gebühren werden allesamt von der Bank getragen.
  • Kein Filialnetz: Der womöglich einzige Nachteil macht sich nicht unbedingt im Kundenservice bemerkbar, denn die Telefon-Hotlines sind durchweg sehr gut. Bargeldeinzahlungen sind allerdings nicht möglich. Dafür ist nach wie vor ein Konto bei einer herkömmlichen Bank nötig.

Wer nun auf teure Vorhaben wie ein Eigenheim sparen möchte (sechsstellige Beträge sind die Regel), der kann bei einer Online-Bank ein eigenes Konto dafür eröffnen. Anbieter wie moneyou.de gehen sogar noch einen Schritt weiter. Dort gibt es ein Login für mehrere Tagesgeldkonten. Der formelle Aufwand sinkt dadurch erheblich, da der Account nur einmal angelegt werden muss. Außerdem ist der Schriftwechsel übersichtlicher, genau wie die Verwaltung des Geldes.

Dass bei der Immo-Finanzierung realistisch kalkuliert werden sollte, ist nur logisch. Dazu gehört auch das Eigenkapital. Trotz niedriger Zinsen ist es empfehlenswert, so viel eigenes Geld wie möglich einzubringen; 25 Prozent gelten als Minimum, ab 30 Prozent wird von wirklich solider Eigenleistung gesprochen. Laufzeit und Zinseszinseffekt verringern sich dadurch drastisch, auch wenn dem Eigenkapital diszipliniertes Sparen vorausgeht. Außerdem steigen die Chancen auf die Kreditbewilligung, da die Finanzierungssumme und damit das Risiko für die Bank geringer wird.

Bild 2: "Haus im Rohbau"
Bild 2: „Haus im Rohbau“

Konkrete Zahlen aus der Praxis: Wie viel Tilgung ist normal?

Laut neuestem Trendindikator (Stand Anfang November 2014) ist die Standardrate für Baufinanzierungen um 101 Euro gesunken. Ein neuer Tiefstand, der das vorläufige Resultat einer seit Mai stattfindenden Entwicklung ist. Waren es im September 2013 noch 621 pro Monat, sind es nun noch 520 Euro. Ein Rückgang von beinahe 15 Prozent also; als Darlehensbetrag werden 150.000 Euro mit 2 Prozent Zins und zehnjähriger Sollzinsbindung zugrunde gelegt. Finanzieren ist somit noch günstiger geworden. Viele Kreditnehmer nutzen das billige Geld aus, um die Tilgungsrate zu erhöhen (inzwischen sind es 2,51 Prozent). Dadurch wiederum verkürzt sich die Laufzeit. Bei neuen Baufinanzierungen ist die Darlehenssumme binnen Jahresfrist um 8.000 Euro gestiegen; 169.000 Euro lautet nun der Durchschnittswert.

Schlussfolgerung: Das Traumhaus rückt in greifbare Nähe

Für angehende Baufinanzierer sind diese Zahlen sehr nützlich, da sie zeigen, dass der aktuelle Kreditmarkt bessere Konditionen denn je bietet. Da der Leitzins laut EZB auf dem aktuellen Tiefstand gehalten werden soll, wird sich daran sobald nichts ändern. Dennoch schadet es nicht, den Markt besser heute als morgen zu sondieren. Denn ganz logisch: Je attraktiver die Finanzierungen werden, desto mehr Interessenten gibt es – und dadurch wird der Andrang auf Bestandsimmobilien und Bauflächen noch größer. Das Geld ist somit nicht der einzige Grund, mit Eile ans Werk zu gehen.

Durch die EZB-Zinspolitik haben Immo-Finanzierungen ohnehin einen neuen Charakter bekommen. Da klassisches Sparen im Gegenzug immer unattraktiver wird, rücken Immobilienkredite in den Fokus von Sparern. Es sprechen also gleich mehrere Argumente für das finanzierte Eigenheim. Und der Markt bestätigt diesen Trend.

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Bild 1. © istock.com/querbeet
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