Schamottsteine im Kaminofen wechseln

Der Kaminofen erfreut sich wieder größeren Zuspruchs; dafür gibt es untrügliche Anzeichen. Es gibt wohl kaum einen Baumarkt, der keine Werbung für Kaminöfen machen würde, und oft sind schon verschieden Modelle der neuesten Bauarten im Eingangsbereich ausgestellt.

Grundsätzlich ist ein offener Kamin oder ein Kachelofen häufig in Einfamilienhäusern anzutreffen und fester Bestandteil in deren Heizsystem. Gerade in Zeiten, in denen Brennstoffe wie Heizöl und Erdgas schon schmerzhafte Unkosten bereiten, erlebt der Brennstoff Holz eine wahre Renaissance. Brennholz ist daher zu einem der beliebtesten Energieträger geworden.

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Wärmedämmung beim Wohnungsbau

Schon vor tausenden von Jahren mussten sich unsere Vorfahren mit dem Thema Wärmeschutz auseinandersetzen. Das galt insbesondere für die Bewohner nördlicher Breiten, die die Dächer ihrer Häuser mit natürlichen Produkten wie Schilfgräsern eindeckten. Die Notwendigkeit, wärmeisolierende Vorkehrungen an Wohn- und Betriebsgebäuden vorzusehen hat sich bis in unsere heutige Zeit fortgesetzt. Dabei sind es jetzt auch zunehmend Zwänge, die den Besitzern von Wohnungen und Häusern nahelegen, sowohl aus wirtschaftlichen Gründen und zunehmend auch aufgrund baulicher Vorschriften entsprechende Bauvorschriften einzuhalten.

Bild 1: Wärmedämmung unter dem Dach hilft Energie sparen
Bild 1: Wärmedämmung unter dem Dach hilft Energie sparen

Sinnvolle Wärmedämmung spart langfristig Geld und sorgt für ein angenehmes Raumklima. Das Angebot an Dämmstoffen ist groß. Es gibt beispielsweise Produkte aus Styropor, einem aufgeschäumten Kunststoff, der mit recht hohem Energieeinsatz aus Erdöl hergestellt wird, aber auch natürliche Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen wie Zellulose (Papier), Schafwolle, Flachs oder Kork, die aus Rücksicht auf unsere Umwelt immer häufiger als Dämmstoffe Verwendung finden.

Fachgerechte Verarbeitung
Wie in vielen anderen Bereichen beim Hausbau, so ist besonders bei der Verarbeitung von Dämmstoffen auf fachgerechte Verarbeitung zu achten. Wichtige Parameter sind hierbei Kältebrücken, oder richtiger Wärmebrücken, sowie Feuchtigkeit und Schimmel. Falsch ist hingegen die immer wieder gehörte Behauptung, in einem von außen vollisolierten Haus, egal ob Neubau oder nachträglich renovierter Altbau, entstünde zwangsläufig Schimmel durch Feuchtigkeit, weil die Wände etwa nicht mehr ‚atmen‘ könnten.

Dachboden Dämmstoffe liefern wichtigen Beitrag

Es ist durchaus möglich, einen Altbau stufenweise zu dämmen; beim Neubau macht es wenig Sinn, Maßnahmen zur Wärmedämmung auf die lange Bank zu schieben. Häufig erweist sich das ungenutzte Dachgeschoss als großer Energieverschwender, weil weder die Decke zum Dachgeschoss noch der Raum unterhalb der Ziegeln zwischen den Sparren gedämmt sind.
Dabei gilt es, von außen eindringende Feuchtigkeit durch fachgerecht angebrachte Dampfsperren zu vermeiden. Man kann zunächst die Dachboden Dämmstoffe von oben aufbringen, um so den größten Wärmeverlust zu vermeiden, und späterhin den Raum zwischen den Dachsparren isolieren. Dabei sollte man vor Beginn der Arbeiten überlegen, ob der Dachboden zukünftig als Wohnraum genutzt werden soll, damit man die Dämmstoffe entsprechend auswählen und verarbeiten kann.

Außendämmung am Wohngebäude

Eine Dämmung von außen soll im Prinzip für eine möglichst hohe Wandtemperatur innen sorgen. Je wärmer die Innenwand, desto niedriger der Energieverbrauch – und desto geringer die Schimmelgefahr. Schimmel entsteht immer an den kältesten Stellen einer Wand, und zwar nur dann, wenn die Raumluft die Luftfeuchtigkeit nicht mehr aufnehmen kann. Wird ein Haus von Außen so gedämmt, dass keine Kältebrücken entstehen, wird es unter normalen Wohnbedingungen nicht zur Schimmelbildung kommen.

Viele Fachleute empfehlen die Außendämmung, weil es bei einer Hülle von außen einfacher ist, Kältebrücken zu vermeiden. Ob man sich dabei für synthetische, mineralische oder organisch-nachhaltige Dämmstoffe entscheidet, spielt eine eher untergeordnete Rolle.

Bild 2: Außendämmung am Wohngebäude
Bild 2: Außendämmung am Wohngebäude


Innendämmung

Wie bei der Außendämmung, gilt es auch bei der Innendämmung Kältebrücken zu vermeiden. Die Außenwände müssen von Innen so isoliert werden, dass die Feuchtigkeit der Raumluft nicht in Kontakt zu wesentlich kälteren Bauteilen der Außenwand gelangen kann.
Unabhängig davon bieten ökologisch-organische Dämmstoffe gerade bei der Innendämmung einige bemerkenswerte Vorteile. Die meisten dieser Dämmstoffe sind in der Lage, aufgrund ihrer offenporigen Struktur Luftfeuchtigkeit aufzusaugen, für einige Zeit zu speichern und wieder an die Raumluft abzugeben, wenn sich deren Luftfeuchtigkeit wieder reduziert hat.

Holz, Lehm, Kork oder Dämmstoffe aus Pflanzenfasern können Feuchtigkeit wie ein Schwamm aufsaugen und wieder abgeben. Allerdings erlischt diese Fähigkeit, wenn die Dämmung etwa durch luftundurchlässige Anstriche von innen versiegelt wird. Das Stichwort hier lautet diffusionsoffen: der Anstrich muss die Raumluft an die Innendämmung durchleiten können.

Auf eine gute Ökobilanz achten
Jeder Dämmstoff verbraucht Energie, die er eigentlich doch einsparen soll. Manches Dämmmaterial verbraucht zudem endliche Ressourcen wie etwa Erdöl. Wem neben wirtschaftlichen Gesichtspunkten ökologische Aspekte bei der Wärmedämmung am Wohngebäude wichtig sind, der wird an nachhaltig produzierten, nachwachsenden Dämmstoffen nicht vorbeikommen.

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LED-Beleuchtung: Sparsam und vielseitig

Die Vorweihnachtszeit wäre nicht annähernd so schön ohne die inzwischen schon zur Tradition gewordene Weihnachtsbeleuchtung, die die Herzen der Menschen überall erhellt – sowohl in öffentlichen Bereichen wie Innenstädten oder Kaufhäusern, als auch in privaten Vorgärten und natürlich den eigenen vier Wänden. Ist das nicht eine gewaltige Verschwendung von Energie, fragen sich da zweifelnd die umweltbewussten Bürger, auch wenn niemand bestreiten wird, dass Weihnachtsbeleuchtung wunderschön ist.

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Energieversorgung in der Zukunft

Es gibt wohl kaum einen Industriezweig, in dem sich in kurzen Zeitspannen mehr Änderungen und Zwänge zur Umgestaltung ergeben hätten, wie bei der Energieversorgung. Ein weiterer, schwerer Atomunfall nach der schrecklichen Atomkatastrophe in Tschernobyl (September 1982) hat sich im März 2011 in Japan ereignet. Ein sehr starkes Erdbeben mit einer Stärke von 9.0 auf der nach oben offenen Richterskala hat den bisher schrecklichsten Atomunfall verursacht und damit endgültig bei vielen politisch Verantwortlichen zu dem Bewusstsein geführt, dass Atomenergie nicht beherrschbar ist. Die Katastrophe von Fukushima hat in der Folge führende Politiker der westlichen Welt zu schnellem Handeln genötigt.

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Wenn der Schornstein nachgerüstet werden muss

Im modernen Wohnungsbau gibt es je nach geplantem Heizsystem Fälle, bei denen keine Gas-, Öl-, oder Holzbrenner eingesetzt werden. In der Konsequenz ist dann auch der Schornstein überflüssig und beim Hausbau sind Einsparungen immer willkommen. Heizanlagen, die wegen der gezielten Nutzung von Sonnenenergie über Solarstrom, etwa in der Kombination mit einer Wärmepumpe betrieben werden, oder auf die Anbindung an Fernwärme aufbauen, können auf die Ausstattung mit einem Schornstein verzichten. Schon die alten Römer nutzten die Vorzüge von Fernwärme für die Beheizung ihrer Bäder, von öffentlichen Gebäuden und sogar für den Betrieb von Bodenheizungen. Obwohl in unseren Breiten vor Jahren noch undenkbar, ohne Schornstein eine Heizanlage zu betreiben, gab es die Möglichkeiten dazu also schon vor mehr als 2000 Jahren.

Der Kachelofen - gemütlicher Mittelpunkt vieler Wohnungen
Der Kachelofen – gemütlicher Mittelpunkt vieler Wohnungen

Gemütliche Wärme über eine traditionelle Feuerstelle

Der nicht vorhandene Schornstein ist jedoch mit gewissen Einschränkungen verbunden, was Änderungen an der Heizanlage zu einem späteren Zeitpunkt anbelangt. Eventuelle Unzufriedenheit mit der installierten Heizung, unzureichende Wärmeversorgung, oder einfach nur der Wunsch nach gemütlicher Wärme, wie diese von einem offenen Kamin, oder einem Kachelofen gespendet wird, mag die Haus- oder Wohnungseigentümer dazu animieren, die entsprechenden Vorkehrungen zu treffen, um diesen Wunsch zu erfüllen.

Einen Schornstein nachrüsten, wie in einem herkömmlichen Wohngebäude in der Regel vorhanden, wird große Umstände mit sich bringen und im Endeffekt ein Vielfaches von den Kosten verursachen, wie bei einem Neubau, in dem eine Heizanlage mit Verbrennungsofen vorgesehen ist.
Doch es gibt gute Alternativen, die in den meisten Fällen einfach zu realisieren sind. Einen Schornstein nachrüsten und damit eine Feuerstelle, wie einen Kaminofen, oder offenen Kamin aufzustellen, ist keine Hexerei.

Ein Edelstahlschornstein macht es möglich

Die Installation von einem Schornstein in ein Haus oder eine Wohnung, das bereits bewohnt ist, mag den Bewohnern zunächst etwas Sorge bereiten. Schließlich sind einige Veränderungen an der Einrichtung vorzunehmen und sogar Wandöffnungen nach außen vorzusehen, um das ganze Vorhaben zu ermöglichen. Doppelwandige Edelstahlschornsteine für den Betrieb mit Öl und Gas können binnen weniger Tage nachgerüstet werden und die dafür erforderlichen baulichen Veränderungen sind überschaubar.

Der Edelstahlschornstein, ideal für den nachträglichen Einbau Bild: © Marco2811 - Fotolia.com
Der Edelstahlschornstein, ideal für den nachträglichen Einbau
Bild: © Marco2811 – Fotolia.com

Allerdings ist der Kontakt zum Fachmann unumgänglich. Wird ein Schornstein nachgerüstet, so muss diese bauliche Veränderung vom Bezirksschornsteinfeger begutachtet und abgenommen werden. Es empfiehlt sich, vom Schornsteinfeger schon die ersten Ratschläge einzuholen, bevor das Vorhaben in die Tat umgesetzt wird, denn in diesem Zusammenhang gibt es einiges zu beachten. Soll ein Kaminofen nachgerüstet werden, so wird er den Standort begutachten und Tipps zum Einbau geben. Auf einem Holzboden besteht bei unsachgemäßem Einbau schließlich Brandgefahr und die ist natürlich möglichst auszuschließen.

CO2 Ausstoß und andere Emissionswerte beachten

Ferner werden auch bei Heizanlagen Feinstaubwerte, CO2 Emissionswerte und die gesamte Ökobilanz zu wichtigen Themen, in deren Zusammenhang der Gesetzgeber noch weitere Einschränkungen und Bestimmungen erlassen wird, die mit dem Umweltschutz zu tun haben. Die Hilfe vom Fachmann ist für derartige bauliche Maßnahmen nahezu unumgänglich.

Im modernen Baustil achten die Bauträger auf gute Wärmebilanz. Die Isolation der Außenwände und wärmedämmenden Maßnahmen im Inneren des Hauses sind mittlerweile so gut, dass für eine Feuerstelle, wie einem Kaminofen zusätzlich Sauerstoff zugeführt werden muss. Auch in diesem Zusammenhang ist die fachmännische Betreuung wichtig.

Effiziente Heizungsanlagen mit Zukunft

Viele Heizsysteme basieren auf der klassischen Ölheizung

Seit geraumer Zeit ist die ständig zunehmende und gefährliche CO2 Emission zu einem Thema geworden, das regelmäßig auf der politischen Bühne weltweit behandelt wird – siehe hierzu auch den aktuellen Kommentar in der Wirtschaftswoche. Der bedenkliche Trend konnte bisher noch nicht umgelenkt werden, da das wirtschaftliche Wachstum in den sogenannten Schwellenländern wie Brasilien, Indien und auch China weiter stark ansteigt. Dieses Wachstum geht auf Kosten weiter zunehmender CO2 Emission, da sich die wirtschaftlichen Erfolge dieser Länder hauptsächlich auf all die Industriezweige begründen, die dafür verantwortlich sind.

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Solarthermie und Wärmespeicherung für moderne Wohnanlagen

Die Energieversorgung ist eine der größten Herausforderungen, die für die jetzigen und zukünftigen Generationen zu meistern ist. Die ständig steigende Umweltbelastung fordert gar zur Eile auf, denn der Einfluss der heute angewandten Techniken zur Energierzeugung hat dramtischen Einfluss auf den Klimawandel. Die Erfindung und die Entwicklung neuer Technologien duldet keinen Aufschub mehr. Untrügliche Anzeichen dafür liefern unter anderem Daten vom US Schnee und Eiszentrum in den Vereinigten Staaten, denen zufolge für das laufende Jahr ein Rekordwert von Eisschmelze gemeldet wurde. Das Beunruhigende daran ist die Tatsache, dass der Rekordwert schon lange vor den Rekordwerten vergangener “Rekordjahre“ verzeichnet werden konnte. Auch die Beschleunigung des gesamten Prozesses im Rahmen vom Klimawandel ist beunruhigend.

Bild1: Prinzip einer Solarthermieanlage
Bild1: Prinzip einer Solarthermieanlage

Zukunftssicherer Energieversorgung den Vorzug geben

Hinlänglich bekannt ist auch, dass das Heizen und generell die Nutzung von Erdöl Stein- und Braunkohle in privaten Heizanlagen und Verbrennungsöfen industrieller Anlagen, neben der zunehmenden CO2 Belastung der Umwelt auch stark ansteigende Kosten verursacht. Es gibt also gleich mehrere gute Gründe, insbesondere bei neuen Wohnanlagen, Alternativen für eine umweltfreundliche und auch zukunftssichere Energieversorgung zu suchen. Die Sonnenenergie, die zunächst einmal kostenlos zur Verfügung steht, bietet sich dafür sehr gut an. Das größte Problem bei der Nutzbarmachung von Sonnenenergie ist die Wärmespeicherung, oder auch generell der Energiespeicherung. Sonnenenergie kann über geeignete Sonnenkollektoren, einem Solarregler und einem Wärmetauscher direkt ins Heizsystem integriert werden. Der Aufwand an Material, Zeitaufwand und die Kosten für die Installation einer solchen Heizanlage sind auf den ersten Blick überschaubar.

Sonnenenergie als Symbol für erneuerbare Energie

Je konstanter die Sonneneinstrahlung auf die Sonnenkollektoren einwirkt, desto besser wird diese Heizmethode funktionieren. Leider bestehen derart vorteilhafte Bedingungen nicht gleichmäßig über das Jahr hinweg. Deshalb werden Solarthermie Anlagen häufig mit anderen Heizmethoden kombiniert. Um die Nutzung einer Solarthermie Anlage zu verbessern ist ein Wärmespeicher eine Option. In der warmen Jahreszeit übersteigt die Effizienz in Bezug auf Energieversorgung häufiger den tatsächlichen Bedarf und die überschüssige Wärmenergie kann durch Wärmespeicherung in Zeiten geringerer Sonneneinstrahlung herangezogen werden.

Bild2: Sonnenkollektoren und Wärmespeicherung
Bild2: Sonnenkollektoren und Wärmespeicherung

Im durchschnittlichen Haushalt (3-4 Personen) gehen über 60% des gesamten Energieverbrauchs zu Lasten der Zentralheizung inklusive etwa 15% Energieverbrauch für die Aufbereitung von warmem Wasser. Diese Zahlen zeigen schon, dass der Einsatz einer Solarthermie-Anlage im Heizsystem integriert, oder gar als einzige Komponente im Heizsystem einen sehr wichtigen Beitrag für das Beheizen und die Warmwasserversorgung einer Wohnanlage spielen kann. Damit verbunden sind zwei weitere Faktoren, nämlich: eine gesicherte, in ihrer Kostenentwicklung überschaubare Energieversorgung und nicht zuletzt ein wichtiger Beitrag zur Verringerung der CO2-Belastung und damit für die Umwelt.

Im Wärmespeicher liegt eine große Herausforderung

Nicht unterschlagen werden soll an dieser Stelle, dass Solarthermie Anlagen in Puncto Technologie noch nicht in der Qualität zur Verfügung stehen, oder bereits vorhandene Technologien in Bezug auf Kosten und Finanzierbarkeit noch nicht in der Reichweite für Otto Normalverbraucher liegen. Was das Kosten-Nutzen Verhältnis anbelangt, stehen umweltfreundliche Solaranlagen in harter Konkurrenz zu anderen Heizanlagen, denen zuweilen immer noch der Vorzug gegeben wird. Wichtige Gründe dafür liegen sicherlich in der Qualität, der Effizienz und zu einem nicht unwesentlichen Teil am Volumen der für die Wärmespeicherung erforderlichen Anlagen.

Viele neue Verbrennungsöfen sind optimiert und bieten wahlweise Einsatzmöglichkeiten für Öl, Gas, Holz und Pellets. Diese Möglichkeiten werden durch verschiedene Einschübe realisiert. Durch diese Flexibilität sind sie in der Ansicht vieler Verbraucher zukunftssicher und erfreuen sich guter Nachfrage. Unübersehbar ist dennoch die stetige Zunahme für Sonnenkollektoren genutzter Flächen. Mit besseren und preislich attraktiveren Angeboten für Wärmespeicher wird sich die Bereitschaft zum Einsatz von Solarthermie Anlagen weiter beschleunigen.

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Batterien für die Energiespeicherung

Wie spare ich am besten Energie in der heutigen Zeit? Dies ist eine berechtigte Frage, wenn man einmal betrachtet, dass das Thema Energie immer wieder durch die Medien geistert. In Bezug auf steigende Strompreise handelt es sich dabei geradezu um einen Dauerbrenner. Die viel beschworene Energiewende, die im gleichen Atemzug immer wieder zur Sprache kommt, ist ebenfalls nicht jedem geheuer. Tatsache ist wohl, dass wir uns daran gewöhnen müssen, uns mehr und mehr auf die erneuerbaren Energien zu verlassen. Durch sie ist es immerhin möglich geworden, bestimmte Energiequellen auch privat für den eigenen Verbrauch zu nutzen.

Die Rede ist hier von Solarenergie. Photovoltaikanlagen, auch kurz PV-Anlagen genannt, schmücken mittlerweile viele Dächer von Privathäusern. Die Menschen benutzen den gewonnenen Strom nicht nur für den Eigenbedarf, sondern speisen diesen noch vorwiegend ins öffentliche Netz ein, zur Zeit jedenfalls. Dabei spielt natürlich auch die staatliche Förderung für die auf diese Weise gewonnene Energie eine große Rolle.

battery © frank-peters - Fotolia.com
battery © frank-peters – Fotolia.com

Entwicklung effizienter Energiespeicher im Fokus

Ein wichtiges Thema, das immer wieder im Zuge der Energiewende aufkommt, ist die Energiespeicherung. Ganze Theorien ranken sich darum, ob wir demnächst einem großen Blackout zum Opfer fallen werden, weil an manchen Tagen einfach nicht genug Strom produziert werden kann, wenn beispielsweise kein Wind weht oder die Sonne nicht scheint. Gerade jetzt im Winter wird den Menschen mit Horrorschlagzeilen davor Angst gemacht, was passieren könnte, wenn das Stromnetz aus diesem Grund tatsächlich zusammenbrechen sollte, und wir tagelang nicht mit Energie versorgt werden könnten.

Die Entwicklung hochwertiger Akkumulatoren tut Not

Und so spielt die Energiespeicherung auch in Privathaushalten eine Rolle, die sich selbst mit Strom aus der PV-Anlage versorgen. Dabei gibt es momentan noch keine nachhaltige Lösungen für das Energie speichern mit dem Blick auf die Kosten-Nutzen Rechnung. Da wäre zum Beispiel die Möglichkeit, den Strom mit Hilfe von Akkus zu speichern. An sich eine gute Idee, denn das Speichern von Energie in Batterien und Akkus kennen wir schon lange. Kleinere Exemplare wie D Batterien werden dazu benutzt, Elektrogeräte wie Taschenlampen und Radios auch ohne direkte Stromzufuhr betreiben zu können.

Doch bei der Speicherung von Energie muss es sich natürlich um Akkumulatoren handeln, die ein wenig mehr zu bieten haben. Da tut sich schon das erste Problem auf, denn der Li-Ion-Akku (Lithium Ionen), der in Bezug auf Nachhaltigkeit und Effizienz den wünschenswerten Eigenschaften am nächsten käme, ist in der Anschaffung momentan noch relativ teuer.

Effiziente Energiespeicher sorgen für mehr Unabhängigkeit

Solange sich hier die Preise nicht relativieren, ist es schon eine sehr kostspielige Investition, die man sich so ins Haus holt. Allerdings soll es, was die Kosten angeht, schon in den nächsten Jahren zu deutlichen Erleichterungen kommen, was darauf hoffen lässt, dass sich die Speicherung von Strom pro Akku auch ohne hohe Anschaffungskosten verwirklichen lassen wird.

Dennoch sind Hausbesitzer, die sich für die Installation von Wärmepumpen und Solaranlagen entscheiden, in einigen Punkten klar im Vorteil, denn so können sie definitiv mehr von dem eigens produzierten Strom nutzen. Bei Haushalten, die mit kleineren Solaranlagen ausgestattet sind, steigt der selbst genutzte Solarstrom mit einer Wärmepumpe von 30 auf ganze 45 Prozent. Die zusätzliche Installation einer Batterie bringt noch einmal mehr Zuwachs, denn in einem solchen Fall entsprechen die Werte sogar 70 Prozent. Je größer die Solaranlage desto ökologischer das Ergebnis bei der Speichernutzung mit höheren absoluten Eigenverbrauchswerten. Ob mit oder ohne Batteriespeicher, der Einbau einer PV-Anlage lohnt sich in jedem Fall.

Heizsysteme richtig planen

Solarheizung, Wärmepumpe, Heizen mit Gas, Holz, Pellets und Kombinationen aus den genannten Möglichkeiten, bilden zur Zeit wohl die gängigsten Formen, wenn es um die Konzeption von Heizsystemen geht. Das alles mit dem Ziel, mehr Energie zu sparen und eine zukunftsorientierte Lösung zu finden. Richtig heizen ist zu einer echten Herausforderung geworden. Der Zwang, konsequente Maßnahmen gegen den gefährlichen CO2 Ausstoß einzuleiten und der beängstigenden Entwicklung bei den Heizkosten entgegenzuwirken, führt sowohl bei Neubauprojekten, als auch bei der Sanierung von Altbauwohnungen und älteren Wohnanlagen zu größeren finanziellen Belastungen, als in der Vergangenheit.

Gute Beratung zahlt sich aus

Die zahlreichen Möglichkeiten richtig auszunutzen, um einerseits dem Umweltschutz und andererseits der Haushaltskasse bei der Konzeption der Heizanlage gebührend Rechnung zu tragen, bedarf sorgfältiger Überlegung. So ist es in der warmen Jahreszeit für viele Bauherren der passende Moment, um sich Gedanken über ihre Heizsysteme zu machen. Bei Neubauprojekten stehen alle gebotenen Möglichkeiten gleichermaßen offen. Dennoch, die Planung ist nicht einfach und es ist ratsam, sich fachkundig beraten zu lassen, möglichst sogar von verschiedenen kompetenten Stellen.

In der warmen Stube © Stephanie Hofschlaeger  / pixelio.de
In der warmen Stube © Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Die Heizanlage ökonomisch auslegen

Die Qualität der Heizsysteme ist letzten Endes immer vom menschlichen Empfinden abhängig ganz gleich, wie modern und technisch ausgereift die Zentralheizung konzipiert wurde. In vielen Fällen werden Heizkörper installiert, die fast nie genutzt werden. So ist es zumindest eine Überlegung wert, wie groß der Heizkörper im Schlafzimmer oder Flur ausfallen muss oder, ob er wirklich gebraucht wird. Viele Menschen drehen im Schlafzimmer grundsätzlich nie die Heizung auf. Das Bad im Keller muss nicht unbedingt über die Zentralheizung versorgt werden. Bei nur gelegentlicher Nutzung kann ein guter Durchlauferhitzer wesentlich ökonomischer sein. Die Entwicklung moderner Brennwertkessel trägt heutzutage ebenfalls entscheidend zum ökonomischen Heizen bei.

Regelmäßige Kontrollen während der Bauphase

Ob Solarheizung, Heizsystem mit integrierter Wärmepumpe oder Heizen mit Gas, der Bauherr sollte auch in der Bauphase regelmäßig an der Baustelle sein, um mögliche Fehler bei der Installation zu vermeiden. Alleine die Tatsache, dass das persönliche Erscheinen des Auftraggebers jederzeit möglich ist, wird auch die Handwerker zu sorgfältiger Arbeit ermutigen. Der Bauherr darf für sich das Recht in Anspruch nehmen, sich vom Installateur wichtige Funktionen und bauliche Maßnahmen erklären zu lassen, denn schließlich sind die Installationskosten und die laufenden Kosten im Betrieb der Heizanlage von großer Bedeutung. Unter Umständen lassen sich auch konzeptionelle Fehler noch korrigieren, die über diesen Weg entdeckt werden.

Fachkundige Berechnung sorgt für geringere Folgekosten

Wünschenswert wäre eine qualifizierte Fachplanung der Heizungsanlage, die nach allgemein bekannten Regeln der Technik erfolgt. Nur so werden schon im Vorfeld Fehler bei der Ausführung und auch zukünftige hohe Betriebskosten vermieden. Ganz wichtig ist zum Beispiel die Auslegung einzelner Heizkörper für die Räume, welche zu beheizen sind, wie schon zuvor angedeutet .
Richtig heizen ist der Schlüssel, um die späteren Folgekosten zu kontrollieren.

Kommt eine Überdimensionierung vor, entstehen sofort zusätzliche Heizkosten, weil Heizkörper und Rohrleitungen, die überdimensioniert sind, auch deutlich mehr Geld kosten. Rohrleitungen sollten den normativen Anforderungen entsprechen und gedämmt werden. Der Besitzer plant so, dass die Wärmeenergie nicht entweichen kann, solange sie noch nicht die Heizkörper erreicht hat. Also ist es ganz wichtig, eine Wärmeabgabe zu sichern, die unter Kontrolle steht. So beugt der Nutzer die Energieverschwendung vor.

Gute Dämmung und andere hilfreiche Maßnahmen

Schlechte und unsachgemäß ausgeführte Dämmung kann den Brennstoffverbrauch der Zentralheizung um mehr als 10% erhöhen. Die Pumpen dürfen nicht zu groß gewählt werden, das ist leider ein klassischer Montage- und Auslegungsfehler, der bei vielen Heizanlagen gemacht wird. Elektronisch geregelte Umwälzpumpen sind erst ab 25 KW Leistung gefordert (Energieeinsparverordnung), aber sie werden auch oft unter 25 KW schon eingesetzt.

Ratsam ist auch, Heizsysteme mit hydraulischem Abgleich auszurüsten. Das heißt, dass bestimmte Wassermengen bedarfsgerecht nach den ausgerechneten Leistungen auf einzelne Heizkörper verteilt werden. Mit dieser Maßnahme arbeiten vor allem Solaranlagen und Wärmepumpen effizienter.
Ist das Rohrnetz zu groß, wird es teurer. Um Fehler zu vermeiden, sollte man Fachleute aufsuchen. Sie können solche Rohrnetzberechnungen schnell durchführen. Das übernehmen zum Beispiel verschiedene Ingenieurbüros, Heizkörper- sowie Fußbodenheizungshersteller.