Auch so geht Abschreckung

Einbrüche verhindern: Schwachstellen-Analyse vom Einbruchschutz-Fachmann

Die Einbruchstatistik weist wieder steigende Werte auf. Wie aus der aktuelle Kriminalstatistik hervorgeht, war im Jahr 2011 ein Zuwachs von 9,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Insgesamt kam es zu 132 595 Einbrüchen. Laut Statistik gelten Bayern und Baden-Württemberg wieder als die sichersten Bundeländer; im Norden Deutschlands, insbesondere in den Stadtstaaten Hamburg und Bremen werden im Verhältnis zur Zahl der Einwohner mehr Wohnungseinbrüche begangen. (Quelle: http://www.focus.de/panorama/welt/alarmierende-statistik-zahl-der-einbrueche-in-deutschland-schnellt-hoch_aid_752007.html)

Auch so geht Abschreckung
Foto: © Dieter Schütz / pixelio.de

Empfohlen wird Hausbesitzern häufig, eine Begehung des Objekts zu veranlassen. Hierfür sind einerseits Dienststellen der Polizei geeignet, aber auch Experten für die Sicherheit an Immobilien wie Mario Pichelmaier vom Amper Aufsperrdienst bieten an eine Schwachstellen-Analyse vorzunehmen. Hierbei wird untersucht, wo in puncto Einbruchschutz Defizite vorliegen.

Physischer Widerstand schreckt Einbrecher ab

Gerade die Türen und Fenster in Altbauten weisen häufig Schwächen auf. Das fängt schon beim Schloss an, das zusammen mit dem Türbeschlag und dem Schließzylinder als Einheit zu betrachten ist. Manchmal genügt es, einige wenige einbruchshemmende Vorrichtungen anzubringen, die den Tätern das Vorgehen erschweren. Allein der Anblick eines Sperrriegels an der Tür oder einer soliden Fenstersicherung, kann schon dazu beitragen, Täter von ihrem Vorhaben abzuhalten.

Andere sind hartnäckiger: Rund ein Drittel der Einbrecher bricht ein Vorhaben während der Durchführung ab, sobald physischer Widerstand anzutreffen ist. Dies beweisen die zahlreichen Spuren, die Polizeibeamte von Einbruchsversuchen aufnehmen.

Licht und wachsame Nachbarn können helfen

Als weitere einbruchshemmende Maßnahmen werden Zäune, abschließbare Tore und ausreichend Beleuchtung – etwa in Form von Bewegungsmeldern – rund um die zu schützende Immobilie empfohlen. Diese erschweren sowohl das Auskundschaften des Objekts als auch den späteren Einbruchsversuch. Bei längerer Abwesenheit – etwa in der Ferienzeit – können aufmerksame Nachbarn Gold wert sein.

Wenn diese regelmäßig Briefkasten und Zeitungsrohr leeren, kann es nicht dazu kommen, dass Berge von Werbemüll den Langfingern den Weg weisen. Und wenn die Nachbarn feststellen, dass seltsame Gestalten eine Immobilie erkunden, kann ein Anruf bei der örtlichen Polizeidienststelle helfen, Schlimmeres zu verhindern.